gulli: tor-anonym - Erzeugt ein Netzwerk, mit dem man weitgehend anonym und nicht überwachbar im Netz surfen kann


Anonym im Netz surfen mit TOR: Installationsanleitung

Zuerst braucht man die TOR-Installationsdatei. Die Windows-Version steht hier zum Download. Versionen für MacOs und Linux finden sich unter tor.eff.org/dist/win32/, alle Versionen stehen unter BSD-Lizenz. Die aktuelle Stable ist die tor-0.1.0.15-win32.exe, wer Lust auf mehr Bugs und mehr Features hat, kann sich auch die Alphas der Entwicklerversionen laden.

TOR
Version:  0.1.0.15
System:  Windows
Sprache:  englisch
Größe:  0,9 MBytes
Downloads:  37646

Nach dem Download die Datei ausführen, Installationspfad angeben, bei der Komponentenauswahl kann man aussuchen, ob Tor auch beim Systemstart gleich mit gestartet werden soll (default: nein).

Danach öffnet sich eine Dosbox, in der das Programm Logs und Fehler ausgibt. Wenn die Meldung "Tor has sucessfully opened a circuit. Looks like its working." erscheint, läuft das Programm. Die Dosbox kann nun getrost minimiert werden, aber nicht geschlossen oder beendet.

Ein wenig komplizierter wird nun noch die Installation von Pivoxy und die Einstellung, damit die beiden Tools und zuletzt auch der Browser zusammenarbeiten, um das anonyme Surfen in Netz zu ermöglichen. Pivoxy lädt man sich unter der Privoxy - Downloadpage, auch hier den win32-Installer, dafür muß man die Seite ganz hinunterscrollen. Momentan am aktuellsten ist die privoxy_setup_3_0_3-2.exe. Die letzte Zahl (z.B. 1 und 2 bei privoxy_setup_3_0_3-1.exe und privoxy_setup_3_0_3-2.exe) bedeutet nicht, dass man beide Dateien braucht, sondern dass die Datei mit der 2 eine neuere Version als die mit 1 ist.

Das Programm einfach starten, Installationspfad angeben, dann sollte sich das Programm auf der Platte einrichten und mit einem blauen, runden "P" im Systemtray anzeigen, dass es aktiv ist.

Nun muss man Pivoxy zur Zusammenarbeit mit TOR bewegen. Dazu geht man im Startmenu zu "Pivoxy", dort zu "Edit Config" und dann zu "Main Config".


Daraufhin wird im Texteditor die Configdatei geöffnet. Wir müssen nur in die allererste Zeile die Anweisung

forward-socks4a / localhost:9050 .

eintragen - mit Leerzeichen und nachfolgendem Punkt am Ende. Die einfachste Variante ist, hier die Zeile zu markieren und in der Textdatei einzufügen.


Abspeichern nicht vergessen. Den Texteditor kann man nun wieder schließen.

Pivoxy sollte man nun beenden und neu starten, damit die Änderungen in der Config wirksam werden. Wir haben nun einen funktionierenden lokalen Proxy, über den TOR ins Netz connecten kann. Nun müssen wir nur den Anwendungen, mit denen wir anonym ins Internet wollen, beibringen, diesen auch zu verwenden. Dafür gehen wir beim Browser in die entsprechenden Menueinträge. Beim Internet Explorer geht das je nach Version über Extras/Verbindungen/LAN-Einstellungen/Erweitert oder Extras/Internetoptionen/Verbindungen/DFÜ- und VPN-Einstellungen/Einstellungen und im aufpoppenden Fenster bei "Proxyserver" die Option "Proxyserver für diese Verbindung verwenden" ankreuzen, dann kann man auf "Erweitert" klicken und bei http: und Secure: als Adresse des Proxyservers localhost eintragen, als Port trägt man 8118 ein. Mit OK die Fenster wieder schließen. Beim Mozilla Firefox entsprechend Edit/Preferences/Connection Settings/Manual Proxy Configuration bzw. Extras/Einstellungen/Verbindungs-Einstellungen "Manuelle Proxy- Konfiguration" anklicken und ebenfalls localhost und 8118 als Proxy bzw. Port eintragen. Opera: Extras / Einstellungen / Netzwerk und dort den Button "proxyserver" klicken, dann können die entsprechenden Einträge gemacht werden.


Mit OK bestätigen.

An sich sollte jetzt dem anonymen Surfen nichts mehr im Wege stehen. Bei Problemen lohnt zu prüfen, ob die Firewall lokale Verbindungen auf Port 8118 und 9050 zuläßt. An ausgehenden Verbindungen sollten mindestens die Ports 80, 443 und 9001-9033 offen sein.

Andere Applikationen, die per http-Protokoll aufs Netz zugreifen können, kann man einfach auch über den Proxy localhost, Port 8118 ins Netz gehen lassen. Anwendungen, die direkt SOCKS unterstützen, kann man direkt auf TOR zeigen lassen (localhost, Port 9050).

Weiterführende Informationen zu TOR bietet die TOR-FAQ, wer die Werbeblocker- und sonstigen nützlichen Features von Privoxy näher erforscxhen will, ist mit Fabian Keils Pivoxy-Anleitung gut beraten.

Frohes anonymes Websurfen.

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