gulli: netzwerk - Grundlagen der Netzwerktechnik und von TCP/IP.

Netzwerk - FAQ

8. TCP/IP,IPX/SPX,NETBEUI - Was sind Protokolle und wofür brauche ich die ?

Zur Kommunikation mit einem anderen Rechner wird auf beiden Seiten ein Protokoll benötigt, das beide verstehen. Als Standard hat sich TCP/IP durchgesetzt, aber auch andere Protokolle haben zum Teil ihre Daseinsberechtigung. Alles was mit Internet, Intranet usw. zu tun hat,braucht TCP/IP. Will man auf einen Novell-Server in der Version 4.x oder älter zugreifen, braucht man meistens noch IPX/SPX. Manche älteren Netzwerkanwendungen und Spiele brauchen noch IPX. Wenn man einen MS-DOS oder Win3x-Client vernetzen will, ist IPX auch nicht verkehrt, ist meist etwas schneller als der IP-Client. NETBEUI war die Entwicklungvon Microsoft und IBM als der DOS-PC das Netzwerk lernte, heute braucht das eigentlich keiner mehr, obwohl es in kleinen Netzen wunderbar funktioniert.

9. Was ist die MAC-Adresse?

Das ist die Hardwareadresse der Netzwerkkarte, die "Hausnummer am Feldweg Ethernet". Damit die Daten auch da ankommen wo sie hin sollen, darf es in einem Netzwerk jede MAC-Adresse nur einmal geben. JederHersteller kann eine sog. Vendor-Prefix erhalten, er bekommt dann die ersten 6 Byte seiner MAC-Adressen zugewiesen, die einzelnen Karten (dieletzten 6 Bytes) muss er selber verwalten und dafür sorgen, dass er nicht 2 Karten mit identischen MAC-Adressen verkauft. Die Adresse ist meistens auf dem ROM-Chip der Netzwerkkarte eingebrannt. Diese kann in der Regel durch das Betreibssystem überschrieben werden (ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt - aber viel Spass bei der Fehlersuche:-)). Für manche Spezialanwendungen gibt es Karten wo die Adresse auch dauerhaft überschreiben werden kann. Um die eigene MAC-Adresserauszufinden, hat jedes OS sein Werkzeug:

Win9x/ME: winipcfg
Win NT/2k/XP: ipconfig
Linux: ifconfig
MacOS X: Systemeinstellungen -> Netzwerk -> Ethernet-Adresse

10. Was ist eine IP-Adresse?

Das ist die logische Adressierung, die erforderlich ist, wenn Anwendungen genutzt werden sollen, die auf dem IP-Protokollstapel basieren. Aktuell ist die IP Version 4, hier besteht die IP-Adresse aus 4 Oktetten, der Nachfolger IPv6 ist viel länger, dieser soll die Knappheit an IP-Adressen im Internet beenden (was er locker schaffen wird). Die IP-Adresse teilt sich auf in die Netzwerk-und die Hostadresse, entweder über ihre Klasse oder über eine (eigentlich) optionale Subnetzmaske. Rechner in einem physikalischen Netzwerk (Layer2 , 1 Hub/Switch/Koax), die miteinander kommunizieren sollen, sollten den gleichen Netzwerkanteil haben. Für's private Netz gibt es reservierte Bereiche, die im Internet nicht gerouted werden, man tut gut daran, genau diese auch zu verwenden:

Class A: 10.0.0.1 - 10.255.255.255
Class B: 172.16.0.1 - 172.31.255.254
Calss C: 192.168.0.1 - 192.168.255.254

Wer Spass am Subnetting, IP-Berechnungen usw. hat, kann gerne ein Class A oder B Netz nehmen und selbst zerpflücken, für's kleine Heimnetz mit max. 254 Clients ist man mit einer 192.168.erAdresse gut bedient. Ein paar Regeln noch: Die Null ist jeweils die Netzwerkadresse und für einen Client tabu, genauso die letzte Adresse in einem Subnet (bei Class C die 255) ist die Broadcastadresse, da fühlen sich alle Clients angesprochen. Auch hier gibt es bestimmte Ausnahmen (IP-Classless usw.), solange man aber nicht mit wenigen "echten" Internet-IP's rumhantieren muss oder ein rieseiges Firmennetz verwaltet, braucht man sich da keine Gedanken zu machen.

Eine Regel, die nirgendwo steht, aber fast jeder nutzt: Das erste Gateway erhält die 1 - Muss man nicht tun, macht einem das Leben leichter - man muss sich nicht so viel merken.

11. Und was soll ich jetzt für meine Rechner für IP-Adressen und Subnetzmasken nehmen?

Hier ein Beipiel, kann aber jeder tun wie er lustig ist:

192.168.2.1/255.255.255.0 Router
192.168.2.2/255.255.255.0 PC1
192.168.2.3/255.255.255.0 PC2
192.168.2.4/255.255.255.0 PC3
...

12. Ich habe jetzt alles so gemacht wie es hier steht, ich sehe die Rechner aber nicht in der Netzwerkumgebung!

Die Netzwerkumgebung zeigt alle Rechner eines Netzwerkes auf denen Microsoft-Windows-Netzwerk (SMB) läuft, bzw. die solche Dienste anbieten. Das man die Rechner nicht sieht, kann folgende Ursachen haben:

::: Die Physik stimmt nicht, irgendwas an Kabel, Hub / Switch ist faul: Jede Netzwerkkarte / Switch / Hub hat eine oder mehrere LED's von denen eine meistens LINK heisst. Die sollte auf jedem Fall leuchten, sonst ist gar keine Verbindung da. Meist gibt es ein zusätzliche Lämpi was flackert wenn Leben drin ist.

::: IP funktioniert nicht oder ist nicht richtig konfiguriert: Mit PING, einem Werkzeug aus der TCP/IP-Protokollfamilie, kann man die Verbindung testen:

ping 192.168.2.1

::: Der NetBios-Name kann nicht zu einer IP-Adresse aufgelöst werden: Eigentlich sollte der Computername über das SMB-Protokoll bekannt gemacht werden, vorzugsweise sollte das auch der Hostname sein. Um Windows auf die Sprünge zu helfen, braucht man entweder einen DNS-Server der die Namen zu IP-Adressen auflöst, oder man behilft sich in einem kleinen Netz mit einer Hosts-Datei. Je nach OS ist diehier zufinden:

Win9x c:\windows\hosts
Win NT/2k c:\winnt\system32\drivers\etc\hosts
Linux/Unix /etc/hosts

Die Datei sieht dann so ähnlich aus wie schon oben gezeigt :

192.168.2.1Router
192.168.2.2PC1 nickseiner
192.168.2.3PC2 www
192.168.2.4PC3
192.168.2.5 PC2 www2

Hinter einer IP können beliebig viele Aliasnamen stehen, ein"pingpc1" wird das gleiche Ergebnis haben wie "ping nickseiner". Rechner mit mehreren IP-Adressen (z.B. Alias-Interface für adressbasierte VirtualHosts mit dem Apache-HTTP-Server) tauchen einfach mehrfach auf, siehe PC2. Aber: Eine Namensanfrage nach PC2 wird immer 192.168.2.3 zurAntwort haben, die Hosts wird von oben nach unten abgearbeitet.

::: Der Rechner bietet keine oder nur versteckte SMB-Dienste an. Auf Win9x/ME/XP muss der Dienst "Datei und Druckerfreigabe" installiert sein, bei NT/2k/XP muss ein gültiger Benutzeraccount existieren (oder Gastzugriff muss erlaubt sein) es muss mindestens ein Verzeichnis oder Drucker freigeben sein. Die Arbeitsgruppe ist Schall und Rauch, sie hat nur die Funktion in der Netzwerkumgebung ein wenig Ordnung reinzubringen. Ausnahme: Wenn ICS (Internet-Verbindungsfreigabe)verwendet wird, muss die Arbeitsgruppe gleich sein.

13. Seiten werden nicht geladen.

Dieser Tip stammt von XtraLSD vom g:b.

Ich hab jetzt schon öfter gelesen, dass bei DSL über Netzwerk, Router oder sonst was einige Seiten nicht geladen werden können. Ich hab michauf die Suche gemacht und eine Lösung gefunden, die zwar nicht von mirselbst ist aber bei mir alle Probs gelöst hat.

1) Start> Ausführen> dort gebt ihr das ein

ping -f -l 1492 www.tdsl-info.de

(oder statt www.tdsl-info.de eine andere beliebige Adresse).

2) Erscheinen jetzt die meldungen "Paket müsste defragmentiert werden, DF-Flag ist gesetzt" verringert ihr den Wert 1492 immer ein bisschen (so in 10er Schritten), bis der Server eine Antwort mit derZugriffszeit schickt (bei mir war der Wert 1450).

3) Start> Ausführen> Regedit>HKEY_LOCAL_MACHINE>system> CurrentControlSet> Services>Tcpip> Parameters>Interfaces: hier sind mehrere Ordner drin mit unsinnigen Namen. Sucht nach dem Ordner in dem eure IP steht.

4) In diesem Ordner erstellt ihr einen neuen Schlüssel (Bearbeiten> Neu> DWORD-wert) mit dem namen MTU.

5) Nun ordnet ihr dem Schlüssel einen neuen Wert zu (DoppelklickaufMTU)> dezimal anklicken und im weißen Feld euren ermittelten Wert eintragen (z.B. 1450).

Mit einer kleinen Portion Glück sollte es jetzt funktionieren.

14. Ins Internet per DFÜ - Freigabe.

Dieser Tip stammt von S.A.M. vom g:b. Nick im IRC: unclesam

Benötigte Gegenstände:

3 Netzwerkkarten
1 Netzwerkkabel (Kein Crossover)
1 Netzwerkkabel - Crossover

Damit dieses auch funktioniert, sollten alle Karten installiert sein,und eine Arbeitsgruppe vergeben worden sein. z.b.: WORKGROUP

Aufbau

Server PC - Netzwerk

Rechtsklick auf LAN 2-Verbindung> Eigenschaften vonLAN-Verbindung2> Internetoptionen> Eigenschaften> folgende Einstellungen benutzen:

IP Adresse: 192.168.0.1
Subnetztmaske: 255.255.255.0
Server PC - DFÜ Verbindungsfreigabe
Rechtsklick auf Netzwerkumgebung> Rechtsklick auf die DFÜ-Verbindung.Haken setzen auf "Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung aktivieren"
LAN 2 auswählen ( Das ist die "NICHT DSL-KARTE" )
Eventuell noch Haken auf "Wählen bei Bedarf" (Muss jeder selber wissen)
Client PC
LAN Verbindung> Eigenschaften von LAN Verbindung> Internetoptionen> folgende Einstellungen benutzen:
IP Adresse: 192.168.0.2
Subnetztmaske: 255.255.255.0
Standart Gateway: 192.168.0.1
Bevorzugter DNS-Server: 192.168.0.1

Der Internet Explorer muss auch eingestellt werden:

Extras> Internetoptionen> LAN-Einstellungen
Haken bei "Automatische Suche der Einstellungen" machen (WICHTIG).
Unter Verbindung darf nichts sein, oder der Punkt sollte auf "Keine Verbindung wählen" gesetzt sein!

Anschließend muss eventuell ein Neustart durchgeführt werden.

Autor: - FAQ von nick51 am 29.01.2003
Stand: 28.07.2005

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