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FreeTV-FAQ [digital]

Vorwort

In dieser FAQ beschäftigen wir uns mit der Einrichtung von Satelliten-Anlagen.

Grundgedanken

  1. ...was muss ich beachten?
  2. Analog oder digital?
  3. Anzahl der Anschlüsse
  4. Wozu soll der Videorecorder einen eigenen Anschluss haben?
  5. Warum überhaupt den/die Nachbarn mit anschließen?
  6. Welche Sender will ich sehen?
  7. Welchen bzw. wie viele Satelliten will ich ansteuern?

Digitalfähige Beispielanlagen

  1. Sat-Anlage mit maximal 2 (oder 4) Endgeräten und einem Satelliten
  2. Sat-Anlage mit maximal 4,6 oder 8 Endgeräten (erweiterbar) und einem Satelliten
  3. Sat-Anlage mit maximal 2 Endgeräten und 2 Satelliten
  4. Sat-Anlage mit maximal 4 oder 8 Endgeräten (erweiterbar) und 2 Satelliten

...weitere Fragen

  1. Kann man analoge und digitale Endgeräte gleichzeitig betreiben?
  2. Warum eine noch größere Schüssel?
  3. Wozu dient DiSEqC™?
  4. Was sind Kaskaden?

...was muss ich beachten?

Du solltest dir darüber im klaren sein, was Du willst und/oder Du brauchst. Mach dir eine Liste und schreib auf, was Du willst und/oder brauchst! Denkanstöße (die hier auch behandelt werden) : - Will ich nur analog oder lieber digital? - Wie viele TV und Videoanschlüsse brauche ich? - Will ich vielleicht mal in einem anderen Raum fernsehen? - Kann ich meinen Nachbarn mit anschließen? - Welche Sender will ich sehen? - Welche und wie viele Satelliten will ich ansteuern?

Analog oder digital?

Ca. 1989 wurde die analoge Satellitenübertragung in Europa eingeführt. Über diese Technik sind die meisten frei empfangbaren TV-Sender zu sehen. Allerdings wird die analoge Ausstrahlung nach und nach zurückgehen. Ein erster digitaler Satellit wurde ca. 1996 für Europa ins All geschickt. Damit begann der Übergang zur digitalen Übertragung. Digitale Übertragung bietet verbesserte Ton- und Bildqualität und eine größere Programmauswahl für den Zuschauer. Das sogenannte Pay-TV sendet fast nur noch über die digitale Übertragungstechnik. Andere Dienste wie Elektronische Programmführer zur einfachen Programmwahl sowie interaktive und Multimediadienste werden durch digitale Signale unterstützt. Rein Sat-technisch wird analog hauptsächlich über 10,7-11,8 GHz gesendet und digital hauptsächlich über 11,7-12,75 GHz.

Anzahl der Anschlüsse

Gehe nach Möglichkeit mit der Anzahl der späteren Anschlüsse großzügig um, denn schnell wird ein Raum oder ein Gerät vergessen und dann steht man hinterher da. Lieber einen Anschluss extra zur Reserve! Ein normaler Haushalt kann z.B. 1-4 Anschlüsse gebrauchen: Wohnzimmer TV, Wohnzimmer Video, Kinderzimmer TV, Schlafzimmer TV. Nicht zu vergessen sind folgende: Personalcomputer, Küche, der/die NachbarN, Hobbyraum usw...

Wozu soll der Videorecorder einen eigenen Anschluss haben?

Wenn man ein Programm sehen will und das andere aufnehmen will, dann braucht man jeweils einen eigenen Anschluss und einen eigenen Receiver.

Warum überhaupt den/die Nachbarn mit anschließen?

Bedenke, das sich dann die Kosten pro Anschluss teilen. Das kann eine erhebliche finanzielle Erleichterung sein oder man kann eine "bessere" Anlage kaufen. Allerdings sollte man dann schon vorher klären, wie es mit den zukünftigen "Updates" laufen soll.

Welche Sender will ich sehen?

Das kannst nur du alleine entscheiden. Eine Auswahl von Sendern gibt es z.B. unter www.astra.de (größte Auswahl an deutschsprachigen Sendern) oder unter www.hotbird.de (NBC-GIGA mit MP3 Radio und viele ausländische Sender). Eine europäische Komplettübersicht (in englisch) gibt's bei www.lyngsat.com.

Welchen bzw. wie viele Satelliten will ich ansteuern?

Man sollte sich im klaren sein, welche Sender man unbedingt sehen will und auf welche man verzichten kann. Im Allgemeinen "reicht" die Ansteuerung des Astra-Satellitensystems. Will man aber unbedingt TV-Sender auf zwei Satelliten sehen, wird es auch etwas teurer.

Sat-Anlage mit maximal 2 (oder 4) Endgeräten und einem Satelliten

Das wäre die einfachste Anlage. Nachteil ist, das bei einer späteren Erweiterung auch das LNB erneuert werden müsste. 1x Universal-Twin-LNB (max. 2 Endgeräte) oder 1x Universal-Quadro-LNB mit eingebauter Schaltmatrix (benötigt keinen Multischalter; max. 4 Endgeräte) 1x 80er Schüssel (oder größer) Digitale und/oder analoge Endgeräte

Sat-Anlage mit maximal 4,6 oder 8 Endgeräten (erweiterbar) und einem Satelliten

Diese Sat-Anlage mit Multischalter (Koaxrelais) wäre zunächst auf 4, 6 oder 8 Endgeräte beschränkt. Sie kann aber jederzeit auf mehr Benutzer (ohne Verstärker bis zu 20) erweitert werden. 1x Universal-Quadro-LNB 1x Multischalter 5/4, 5/6 oder 5/8 Koaxrelais (mit 5 Eingängen, davon 1x terrestrisch analog und /x Ausgängen ) 22KHz mit Netzteil 1x 80er Schüssel (oder größer) Digitale oder analoge Endgeräte

Sat-Anlage mit maximal 2 Endgeräten und 2 Satelliten

Das wäre die einfachste Anlage für 2 Satelliten. Nachteil ist, das bei einer späteren Erweiterung auch die LNBs erneuert werden müssten. 2x Universal-Twin-LNB 1x DiSEqC™-Schalter 5/2 (mit 5 Eingängen, davon 1x terrestrisch analog und /2 Ausgängen ) 1x 85er Schüssel (oder größer) und Multifeedhalter für 2 LNBs oder 2x 80er Schüsseln (oder größer) DiSEqC™ fähige Digitale und/oder analoge Endgeräte.

Sat-Anlage mit maximal 4 oder 8 Endgeräten (erweiterbar) und 2 Satelliten

Diese Sat-Anlage mit DiSEqC™-Schalter wäre zunächst auf 4 oder 8 Endgeräte beschränkt. Sie kann aber jederzeit auf mehr Endgeräte (bis zu 12 oder 20) erweitert werden. 2x Universal-Twin-LNB 1x DiSEqC™-Schalter 9/4 (mit 9 Eingängen, davon 1x terrestrisch analog und /4 Ausgängen ). Erweiterbar auf bis zu 12 Endgeräte mit Kaskadenbausteinen. oder 1x DiSEqC™-Schalter 9/9/4 (mit 9 Eingängen, davon 1x terrestrisch analog und /4 Ausgängen und 9 Anschlüsse für eine Kaskade 9/9/4 ). Erweiterbar auf bis zu 20 Endgeräte mit Kaskadenbausteinen. 1x 85er Schüssel (oder größer) und Multifeedhalter für 2 LNBs oder 2x 80er Schüsseln (oder größer) DiSEqC™ fähige Digitale und/oder analoge Endgeräte.

Kann man analoge und digitale Endgeräte gleichzeitig betreiben?

Ja. Alle normale digitalfähigen LNBs und Schalter decken den Frequenzbereich 10,7-11,8 GHz und 11,7-12,75 GHz ab.

Warum eine noch größere Schüssel?

Je größer die Schüssel, je geringer die Störungen (stark vereinfacht gesehen). Gerade bei schlechten Wetter (Gewitter / starker Regen) kann auch das digitale Signal gestört werden. Ist die Schüssel größer, dann bekommt der LNB auch mehr Signalanteile. Schon aus diesem Grund empfehlen wir hier min. eine 80er Schüssel. Bei einer Schüssel mit Multifeed (also 2 LNBs) ist eine größere Schüssel deswegen nötig, da eines der beiden LNBs sozusagen auf die Schüssel schielt um den 2. Satelliten zu finden. Dadurch hat das schielende LNB natürlich weniger Signalanteile, da es nur einen Teil der Schüssel "sieht".

Wozu dient DiSEqC™?

Eine stark vereinfachte kurze Erklärung : Das Satellitensignal wird horizontal und vertikal übertragen. Um zwischen diesen beiden Zuständen umzuschalten Sendet der Receiver ein Signal an das LNB oder ggF. an den Multischalter. Mehr Signale waren ursprünglich nicht in den Satellitenanlagen vorgesehen. Mit der Einführung der digitalen LNBs wurde noch zusätzlich das 22kHz-Signal eingeführt, welches das Umschalten zwischen den niedrigen Frequenzbereich 10,7-11,8 GHz und dem hohen Frequenzbereich 11,7-12,75 GHz ermöglicht. Da es irgendwann teilweise nötig war mehr Signale an den Schalter zu senden wurde DiSEqC™ erfunden, welches ermöglicht noch mehr Signale an den Schalter zu senden (wie zum umschalten zwischen 2 Satelliten) und dennoch im großen und ganzen abwärtskompatibel (zu alten Techniken) zu bleiben. Genaueres gibt es unter www.diseqc.de.

Was sind Kaskaden?

Kaskaden sind Erweiterungs-Bausteine für Multischalter bzw. DiSEqC™-Schalter. Kaskaden sind ähnlich aufgebaut wie Multischalter bzw. DiSEqC™-Schalter, jedoch ohne Netzteil. Für Multischalter können Erweiterungen in je 4er, 6er oder 8er Schritten erfolgen und bei DiSEqC™-Schalter in 4er Schritten.

Autor: 28.05.2001 Stand: 08.08.2005

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