gulli: Dreambox - der Insidertipp der Free TV Szene

Quickinfo
  • PayTV ohne Abokarte schauen
  • Kultgames in Werbepausen spielen
  • Ein Netzwerk ins Internet verbinden
  • Auf eine interne Festplatte aufnehmen

Die gehackte Dreambox - Träume aus der Kiste

Dreambox ist zurzeit in aller Munde, da sie danach strebt in der Klasse der Settopboxen das obere Level neu zu definieren.

Besonders die Möglichkeit über ein gehacktes Imagefile PayTV-Sender ohne jegliche Karte entschlüsseln zu können, macht die Dreambox zu einem Insidertipp innerhalb der Free TV Szene. Zudem hat sie die besten Voraussetzungen, denn in Punkto Hardware und Schnittstellenausstattung kann ihr wahrscheinlich keine andere Box das Wasser reichen. Die Traumkiste läuft von Haus aus unter dem Betriebssystem Linux, was dem kundigen Bastler Möglichkeiten bietet, die weit über den Einsatz als "normaler, digitaler Satelliten-Receiver" hinausgehen. Es würde diesen Artikel sprengen auf jedes einzelne der zur Verfügung stehenden Features einzugehen, deshalb sei an dieser Stelle nur auf einige Besonderheiten eingegangen.

die Dreambox

die Dreambox

Die Technik der Box

Mit dem IBM Power PC Prozessor steht der Dreambox eine CPU zur Verfügung, die auch in den Business-Servern von IBM zum Einsatz kommt. Im Zusammenspiel mit den 64MB RAM Hauptspeicher bietet die Dreambox damit mehr Ressourcen als zum Fernsehgucken notwendig sind ;-) Die schnelle Ethernet-Schnittstelle macht es möglich, die Dreambox mit dem Heimnetzwerk und dem Internet zu verbinden. Der Einbau einer Festplatte ist bereits vorbereitet. Damit kann man Filme oder aus dem Internet geladene MP3-Files direkt auf Platte speichern. Die Traumkiste ist damit auch ein digitaler Videorekorder.

 

DreamBox DM7000 - Features

  • 250 MHz IBM PowerPC Processor (350 Mips)
  • Linux open source (die meisten Teile unter GPL)

    Supports Linux Standard API (Direct-FB, Linux-FB, LIRC)

  • 1 x DVB Common-Interface Einschub
  • 2 x Smartcard-Reader
  • Integrierter Compact Flash Leser (Einschub von vorne) für z.B Kamera-Speicherkarten
  • MPEG2 Hardware decoding (DVB kompatibel)
  • zukünftige Unterstützung für MPEG4 decoding
  • Tunervarianten NIMs (DVB-S, DVB-T, DVB-C)
  • 100 MBit full duplex Ethernet Interface
  • USB Port Tastatur, Mouse, WebCams (noch nicht) und andere Geräte
  • Anschluß V.24/RS232
  • Großflächiges LCD-Display
  • 64 MByte RAM (Arbeitsspeicher)
  • Eingebauter IDE UDMA66 Master/Slave Anschluß
  • Festplattenunterstützung für alle üblichen Größen
  • unlimitierte Kanalliste für TV/Radio
  • Kanalwechsel in weniger als einer Sekunde
  • voll automatischer Kanalsuchlauf
  • Unterstützung von Bouquet-Listen (indirect unlimitiert)
  • EPG-Unterstützung (electronic program guide)
  • Videotext-Unterstützung
  • Anwendungen wie Web-Browser oder Mail-clients
  • Unterstützung von mehrfach LNB-Umschaltung (DiSEqC)
  • adaptierbare OSD in vielen Sprachen (Skin-Unterstützung)
  • SPDI/F optischer Anschluß AC-3 / DTS
  • 2 x Scart-Anschluß (komplett Sofwaregesteuert)
  • MINI-DIN: Anschluß für externe IR (senden/empfangen) und I2C für
    externe Rotorsteuerung
  • interne Sende/Empgangs - Dioden (Videorecorder)

 

Hacking the Box

Auf der Dreambox läuft Linux. Damit sind den Bastlern, Tüftlern und natürlich auch den Hackern alle Möglichkeiten gegeben, eigene Anwendungen und Programme zu schreiben. Neben den offiziellen Updates gibt es eine Reihe von Hacks, die die Dreambox um die eine oder andere Funktion erweitern.

Alles sehen können

Mit die erste gehackte Software für die Dreambox war (natürlich) ein Image, welches es ermöglicht PayTV zu empfangen. Natürlich ohne dafür zu bezahlen. Hierbei ist es bemerkenswert, dass es den Hackern gelungen ist, dies ohne Kartenunterstützung zu verwirklichen. Kein Wunder also, dass die Dreambox gerade bei Schwarzsehern Begeisterung auslöst.

Das Imagefile:

Wie den gut unterrichteten Kreisen zu entnehmen ist, reicht es ein gehacktes Image in die Dreambox einzuspielen, um PayTV-Sender ohne jegliche Abokarte anschauen zu können. Zum Aufspielen der Software wird der offizielle Updater benutzt. Das DreamUp benannte Programm stellt die Verbindung eines PCs mit der Dreambox wahlweise über eine serielle Schnittstelle oder den Netzwerkanschluss her. Die Verbindung über die serielle Schnittstelle war zwar erwartungsgemäß langsam, ließ sich aber nach eigenen Erfahrungen problemlos ohne jegliche Konfiguration nutzen. Das Einspielen der neuen Software funktionierte reibungslos. Der Autor nutzte dazu die hauseigene Anleitung.

Wenn das Einspielen des gehackten Images ebenso problemlos vor sich geht, war es niemals einfacher PayTV-Sender zu gucken. Selbst legal gucken ist komplizierter, weil man dazu eine Abokarte braucht. Die Dreambox kann wohl darauf verzichten.

Selbstverständlich wird auf der Seite des Vertriebs kein Hackerimage angeboten. Nach dessen Angaben ist die Dreambox natürlich nicht zu dem Zweck konzipiert worden, schwarz sehen möglich zu machen. Die fraglichen und heiss begehrten Dateien werden nach Angaben informierter Kreise im ganzen World Wide Web angeboten und können dort einfach mit Hilfe einer Suchmaschine aufgespürt werden. Auf diesen Aspekt sind wir auch schon in unserem Report "How to surf the underground" eingegangen.

Das Emufile:

Weitere - nicht ganz so Aufsehen erregende - Images stehen mit den Emufiles zur Verfügung. Mit diesen werden die Betriebssysteme kultiger Computer wie dem Atari oder dem Commodore auf der Dreambox emuliert. Damit stehen dem Anwender natürlich auch die Welten der kurzweiligen Konsolen-Games offen - auf dem eigenen TV-Bildschirm.

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Autor: LexaT 18.02.2003
Stand:12.07.2005

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