Serialz oder Serials sind Seriennummern bzw. Freischaltcodes, mit denen Demoversionen von Programmen zur Vollversion gemacht werden. In der Regel findet sich direkt im Programm die Option, den Freischaltcode einzugeben, der die befristete oder eingeschränkte Demo- zu einer Vollversion macht. Anders als die Freischaltung von Demoversionen mit Crackz ist die Freischaltungsmöglichkeit per Serial von den Programmherstellern beabsichtigt.
Serialz finden sich mit den gängigen Untergrund-Suchmaschinen wie gulli. Neben einzelnen Serialz, finden sich im Netz auch Keygens (die beliebig viele Seriennummern für ein bestimmtes Programm generieren können) und Serialz-Datenbanken (in denen Serialz für meist mehrere Tausende von Programmen gesammelt sind).
Serialz waren früher häufig extrem primitiv aufgebaut: Windows 95 und NT4 wurde beispielsweise mit einer Zahlenfolge in der Form von 034-2326449 freigeschaltet - diese Serial würde nicht funktionieren, da das einzige Prüfverfahren darin bestand, dass die Quersumme der letzten sieben Ziffern durch sieben teilbar sein mußte - wer auf gut Glück 1111111 eingab, hatte ein freigeschaltetes Windows. Die späteren OEM - Versionen hatten vier Anfangsstellen, bei denen 0401 die Vollversion und 0402 die Updateversion installierten. Auf so einfachen Algorithmen basierten die Key-Generatoren oder Keygens, welche beliebig viele Serialz erzeugen konnten - ein Keygen erzeugte für einen beliebigen Benutzernamen einen passenden Freischaltcode.
Spätere Windowsversionen wie WinXP hatten komplexere Schlüssel, die inzwischen auch einzeln auf einer Blacklist landen können, die User mit entsprechender Serial von Upgrades ausschließt - es erfolgt die Meldung, "der für die Windows-Installation verwendete Product Key ist ungültig". Andere Softwarehersteller folgten dem Beispiel. Auch dafür wurden Keygens erstellt, die die komplexen Funktionen der Schlüsselüberprüfung nachbildeten. Nach Installation beispielsweise vom Servicepack SP1 für WinXP oder den Servicereleases für Office funktionierten einige Serials nicht mehr, die auf den Blacklists landeten - neue Serials konnten jedoch leicht erzeugt werden, wenngleich die Entwicklung von Keygeneratoren inzwischen häufig ähnlich komplex wie das Schreiben eines Cracks ist.