Die meisten DSL-Provider loggen die IP-Adressen ihrer Kunden mit, obwohl das für die Abrechnung einer Flatrate nicht notwendig ist. Neben Lycos hat nun auch Strato diese überflüssige Datenspeicherung abgeschaltet. Ein Grund für den Internet-Surfer, der um seinen Datenschutz besorgt ist, einen Blick auf das IP-logfreie Angebot Stratos zu werfen. Ab 4,99 ist man dabei, zum anonym im Internet surfen kommt ein extra Bonus für Filesharer hinzu: die Portdrosselung, die bei manchen DSL-Paketen die Downloadraten beispielsweise über den eMule-Port 4667 beschränkte, wurde bei Strato kürzlich abgeschafft - Internet-Downloads mit vollem Speed sind damit zumindest seitens des DSL-Providers gewährleistet, zügiges Surfen mit bis zu 6MBit Speed sowieso. Die weitestgehend anonyme, filesharing-freundliche Einstellung bewirbt Strato selbst - entsprechend kann man sich darauf verlassen, dass diese Politik nun auch konsequent durchgezogen wird.
Die MAXXI-DSL-Flatrate gibts bis hoch zu 6000, genauer 6016kBit/s , ab dem MAXXI-DSL 2000 - Tarif entfällt die Bereitstellungspauschale. Das DSL-Modem gibts gratis, einen WLan-Router ab 9,90 Euro dazu. Strato hatte zwar als Webhoster in der Vergangenheit mit einem schlechten Ruf zu kämpfen gehabt, dagegen haben sie als T-Online-Reseller ein leistungsfähiges und verläßliches Netz am Start, welches sie zu günstigen Preisen anbieten.
Zum anonym surfen mit DSL kommen noch weitere Extras hinzu - Domain und Homepage sind inclusive. Am attraktivsten ist jedoch sicherlich das fehlende Speichern der Benutzer-IPs. Im Filesharingbereich wurden im deutschsprachigen Raum beispielsweise inzwischen über 1300 User verklagt - indem man ihre IPs in einer Tauschbörse erfaßte und den entsprechenden Provider zur Herausgabe der Kundendaten des Internet-Surfers zwang. Im Fall Stratos stehen die Kläger dann vorerst mit leeren Händen da: die IPs der DSL-Surfer werden nicht geloggt, entsprechend kann Strato der IP keinen Kunden zuordnen. Der Kunde bleibt anonym und entsprechend ist sein Datenschutz gewährleistet, dem beruhigten Surfen steht damit nichts mehr im Weg.
Das Ganze hat eine Einschränkung: auf gerichtliche Anordnung kann der Provider gezwungen werden, für bestimmte Anschlüsse IPs und Internet-Surfverhalten zu loggen. Nur ist das schwierig anzuordnen, wenn man ohnehin nicht weiss, welcher DSL-Anschluss bzw. welcher User nun derjenige war, der in der Tauschbörse oder beim Surfen auf unliebsamen Seiten beobachtet wurde. Auch hier ist nichts völlig 100%ig anonym - jedoch weitaus schwieriger zu verfolgen als bei anderen DSL-Anbietern, die generell keinen Wert auf die Anonymität der Internet-Nutzer legen. Und wenn man anonymer surfen kann als andere - dann ist das in der heutigen Zeit, in der das Surfen immer besser überwachbar wird und der Datenschutz im Internet immer stärker aufgehoben wird, eine empfehlenswerte Strategie.
Details finden sich auf der Strato-Infoseite. Zum Nulltarif - allein die DSL-Grundgebühr an die Telekom wird fällig - gibt es dort auch Volumentarife für den Gelegenheitssurfer. Dabei ist zu beachten, dass bei Volumentarifen die IPs geloggt werden - schließlich muss in dem Fall erfasst werden, wer wann wieviel Traffic verbraucht hat. Bei der MAXXI-DSL-Flatrate dagegen wie gesagt: kein IP-Logging, anonym surfen, keine Drosselung von Filesharing-Ports - wir meinen, ein mehr als empfehlenswertes Angebot.
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