Anonymität

Annika Kremer am 06. Oktober 2009

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News zum Thema

Niedersachsens Polizei muss keine Namensschilder tragen, 15.03.2010

CDU und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) lehnen die Forderung der Fraktion "Die LINKE" kategorisch ab, alle Polizisten des Landes bei ihren Einsätzen zu kennzeichnen. Dies sei das völlig falsche Signal, so CDU-Fraktionschef David McAllister.

Feinde des Internets 2010 gekürt, 12.03.2010

Zum heutigen "Welttag gegen Internetzensur" veröffentlichte die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) den Jahresbericht "Feinde des Internets". Dieser enthält interessante Informationen zur Netzzensur.

EuGH fordert Unabhängigkeit deutscher Datenschützer, 09.03.2010

Die deutschen Datenschützer sind nicht unabhängig genug. Das bestätigte der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil über die Datenschutzbehörden in Deutschland.


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Normalerweise ist man im Internet nicht anonym unterwegs. Die eigene IP-Adresse kann vom abgefragten Server gesehen und auch gespeichert werden. Anhand der Provider-Logs können diese Daten sogar Personen direkt zugeordnet werden. Dies können zwar in Deutschland nur die Behörden. Angesichts aktueller Entwicklungen wie der Vorratsdatenspeicherung jedoch haben trotzdem viele Benutzer das Bedürfnis nach Anonymität. In autoritären Regimes wie beispielsweise China und dem Iran kann es für Dissidenten sogar sehr wichtig sein, sich anonym im Internet bewegen zu können.

Tor-Logo, Quelle

Zu diesem Zweck gibt es mittlerweile zahlreiche sogenannte Anonymisierungsdienste. Der bekannteste und beliebteste dieser Dienste ist The Onion Router (Tor). Tor wird von Freiwilligen betrieben und ist daher kostenlos zu nutzen. Allerdings kann die Performance variieren und auch die verfügbaren Ports und damit die erreichbaren Dienste können eingeschränkt sein.

Tor funktioniert nach dem Prinzip, die Benutzerdaten über eine Reihe ("Kaskade") von Servern zu verschieben. Da jeder Server als Quell-Adresse nur die Adresse des vorherigen Servers sieht, ist es am Ende unmöglich, den eigentlichen Urheber der Daten zu bestimmen.

Eine wichtige Regel beim Benutzen von Anonymisierungsdiensten ist, dass diese keineswegs eine Verschlüsselung der Daten ersetzen oder unnötig machen. Im Gegenteil: Es ist sogar noch wichtiger, Daten, die über einen Anonymisierungsdienst laufen, zu verschlüsseln. Anderenfalls kann ein böswilliger Tor-Admin alle über seinen Server laufenden Daten mitlesen und daraus interessante Rückschlüsse beispielsweise auf Mailkonten, private Passwörter und ähnliche Informationen ziehen.

Neben Tor gibt es auch zahlreiche weitere teils kostenlose, teils gebührenpflichtige Anonymisierungsdienste. Die meisten arbeiten allerdings nach einem ähnlichen Prinzip. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte sorgfältig geprüft werden, ob dieser den nötigen Sicherheitsanforderungen genügt und auch ansonsten die gewünschte Ausstattung bietet. Eine Orientierungshilfe bietet beispielsweise der Vergleichstest des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

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Normalerweise ist man im Internet nicht anonym unterwegs. Zu diesem Zweck gibt es jedoch mittlerweile zahlreiche Anonymisierungsdienste.

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