Hoch umstritten war die Ankündigung Microsofts, den Zune zwar mit der Fähigkeit zum drahtlosen Tausch von Musik mit anderen Zune-Playern auszustatten. Grund: sämtliche so übertragenen Stücke werden automatisch mit einem restriktiven DRM ausgestattet, welches maximal dreimaliges Anhören oder drei Tage Speichern erlaubt, bevor der Track wieder gelöscht wird. Damit verstößt der Player gegen Creative-Commons-Lizenzen, sollten CC-lizenzierte Tracks so getauscht werden.
In einem Gastkommentar auf p2pnet stellt Jile nun die einleuchtende These auf, dass, wie auch andere DRM-Techniken Microsofts auch, das Zune-DRM früher oder später geknackt wird. Der Player könnte sich, derart freigeschaltet, zum Offline-Tauschtool par excellence entwickeln.
Nun scheint der Offlinetausch in der Tat häufig unterschätzt und die Potentiale von Gigabytes fassenden Playern mit Tauschmöglichkeit - ob als reiner Musikplayer, im Handy oder als PDA - auch im Ansatz nicht ausgereizt. Und es ist auch nicht so, dass noch niemand die nun angesprochene Idee hatte.
Denn - natürlich - in Schweden arbeiten Wissenschaftler an eben einer solchen Lösung. Push!Music heißt die Technik, mit der tragbare Geräte wie Player und PDAs über Funk Informationen über die gespeicherten und oft gespielten Musikstücke austauschen, die Angebote auf in Funkreichweite befindlichen anderen Geräten durchsuchen und die Tracks tauschen, die am besten zum jeweils präferierten Hörgeschmack passen.
Abgesehen davon: niemand sollte die Datentransferrate einer tragbaren 250GB-Festplatte unterschätzen.
| 0 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
Suche
Verwandte NewsMicrosoft: Zune am Ende?
Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft
Zune plus Mirakagi: WMA-Kopierschutz des Windows-Players geknackt
Musiktausch per Funk: Apple auf den Spuren von Push!Music und Zune
Microsoft Zune: Abgabe an Universal für jeden verkauften Player