Ghandy am Freitag, 18.12.2009 11:45 Uhr (Rating: 



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Dezember, Adventszeit. Das kann ein stimmungsreicher und anregender Jahresabschnitt sein, das muss es aber nicht. Wer dem Konsumstress ein wenig entfliehen möchte, sollte den Jungs von Zimmer Records auf ihrer musikalischen Reise folgen.
Den Auftakt macht eine 20-minütige experimentelle Ambient-Odyssee von Monopole aus Motorcity Detroit. Dunkle Klangteppiche legen sich melancholisch auf ein altes Stahlbett aus rostigen Gefühlen. Weiter geht die Reise nach Irland, wo uns Junior85 mit einem verträumten Blick anschaut und seine polyfonen Glockenspiele auspackt. Nett. Doch wir müssen leider weiter. Auf nach Moskau, zu Anri. Es ist Nacht. Grillen zirpen und Dub erklingt weit entfernt. Es ist sehr entspannt und ruhig in Russland. Erwartet man kaum.
Das ganze hin- und herfliegen macht auf Dauer aber müde. Deshalb folgen wir der Einladung von Da_Face und bleiben dann erst mal wieder in heimischen Gefilden. Ein Herbsthimmel, der uns bunte Farben und bizarre Baumkronen offenbart. Fehlt nur noch die Parkbank zum Hinsetzen und Vögel füttern. Diese ist aber bereits belegt. Und zwar von EPiOS, welcher seinen Maschinenfuhrpark ausbreitet, um seine Ode an Detroit zu offerieren. Scheinbar möchte er mit auf Reisen. Gerne. Und wenn wir schon einmal in der Nähe sind, besuchen wir auch gleich noch Alec Troniq, welcher im Moment sowieso sehr ausflugsbereit ist, was Kurztipps in Klangwelten angeht. Operation Nears. Na also!
Wir beschließen unsere Weltreise fortzusetzen und fahren erst einmal in die Alpen. Shroomtune hat geladen und feuert uns The Tweak entgegen. Hossa. Der Nachbrenner zum Vorglühen wird da nutzlos! Hüttenzauber vom feinsten. Zusammen geht's dann wieder in den Flieger nach Argentinien. Juan Farcik serviert uns eine Porcion Mecanica. Auch gut. Und mal was anderes. Manche mögen ja dieses würzige Südamerikanische. Wir packen noch etwas ein für unterwegs und machen uns erneut auf den Weg. Nächster Halt. Ukraine! Domovoy hat eine seltsame kleine Kiste in der Hand und gibt sie uns. Er erzählt dabei irgendetwas von Verschwörung - und das wir schnell laufen müssten. Seltsam.
Unser nächster Halt: Ungarn. 1988. Was? 1988? Jetzt verstehe ich auch den Verrückten mit seiner kleinen Kiste. Das ist also passiert. Aber irgendwie war es nicht das Schlechteste, was uns wiederfahren konnte. Hier scheint die Welt noch rund. Der Bass noch laut. Bestätigt auch unser Gastgeber Gabeen. Das müssen wir weiter erzählen. Auf geht's erneut in die USA, wo wir auf Agent Revy treffen. Wir berichten ihm von unseren seltsamen Erlebnissen, aber er lächelt nur. Ein kleines Fläschchen mit der Aufschrift Nat5ive scheint seine Lösung zu sein. Wir trinken jeder einen kleinen Schluck und ... kommen in Bosnien zu uns. 2009. Das kleine Fläschchen aus Amerika ist zu einer Kiste Slibowitz mutiert und hat uns aller Sinne beraubt. Vielleicht haben wir auch deswegen vergessen, dass wir in der Nacht zuvor mit Mehotex auf einer Schranzparty waren. Muss gut gewesen sein. Wenn wir ausgeschlafen haben verstehen wir vielleicht, was passiert ist.
Wen wir durch diese Geschichte durch Raum und Zeit ein wenig anfixen konnten, die ersten drei Teile der Saga kann man natürlich auch kostenfrei downloaden:
#1 the principle of mentalism (Link)
#2 the principle of correspondence (get it from archive.org)
#3 the principle of vibration (Download-Link)
#4 the hermetic principle of polarity (DL-Link)
Zimmer Records wünscht allen Hörerinnen und Hörern viel Spaß. Wer am 24. keine Geschenke bekommen sollte, darf sich alternativ ihre Musik für lau herunterladen und dem Treiben gespannt lauschen. Update: Wir haben gerade erfahren, dass insgesamt sieben Teile geplant sind. Nummer 4 stellt also noch nicht das Ende der Reise dar.
| 9 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Glen Runciter am 22.12.2009 12:36:32: |
Ghandy am 22.12.2009 16:02:56: |
Glen Runciter am 22.12.2009 20:37:08: |