Zensursula: Verhaltenskodex für das Internet muss her

Zensursula: Verhaltenskodex für das Internet muss her

gullinews am Donnerstag, 23.07.2009 20:12 Uhr (Rating: RatingRatingRatingRating)

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Gegenüber der Rheinischen-Post sprach sich Familienministerin Ursula von der Leyen am heutigen Donnerstag für einheitlich festgelegte Benimm-Regeln im Internet aus. Um einen achtsamen Umgang miteinander zu fördern, soll schon bald in Sozialen Netzwerken ein tiefgreifender Verhaltenskodex in Kraft treten.

Wenn man der Familienministerin Ursula von der Leyen unkritisch seinen Glauben schenkt, handelt es sich beim Internet und vor allem bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ um ein heißes Pflaster. Laut der CDU-Politikerin seien Umgangsweisen oftmals herabwürdigend und das Verhalten der Internet-Anwender ließe in regelmäßigen Abständen sehr viel zu wünschen übrig. So sei die ermöglichte Anonymität und die Tatsache, dass sich viele bösartige Menschen zu Hause vor dem Bildschirm sicher fühlen, oftmals ein Grund dafür, dass  Internet-Anwender ein Schandmaul haben und moralische Werte missachten.

Nun möchte die Familienministerin dieser beängstigenden Gegebenheit einen Strich durch die Rechnung machen. Die CDU-Politikerin plädiert für einen Internet-Verhaltenskodex, der einen "achtsamen und wachen Umgang" im Internet fördern soll. Sie fordert, dass sich die Betreiber von sozialen Netwerken im Rahmen des Projekts mit Experten zusammenfinden, um gemeinsam den Grundstein für die so genannten Benimm-Regeln zu legen.

Vor allem die Unwissenheit und Naivität vieler Kinder und Jugendlicher sei einer der wichtigsten Faktoren für die Einführung des Verhaltenskodex. Sie weist darauf hin, dass sich böswillige Erwachsene "mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können". Im Thema Umgang solle man sich den schulischen Alltag als Beispiel nehmen: So wie Streitschlichter oder Vertrauenslehrer klare Richtlinien im gemeinsamen Umgang miteinander aufstellen würden, müssen sich laut von der Leyen auch die Verantwortlichen im Internet einen gesunden Umgang gewährleisten. Denn "Mobbing im Netz kann nicht toleriert werden."

Oppositionelle und Szene-Kenner sind sich darüber einig, dass es sich bei dieser Angelegenheit nur um schwachen Wahlkampf handeln kann. Man dürfe den Menschen nicht vortäuschen, dass Internetanwender gemeinschaftsfeindlich und verbrecherisch seien, um sich dadurch im Wahlkampf grundlegende Vorteile zu beschaffen. Weiterhin gebe es einen ähnlichen Kodex  schon seit den Anfängen des Internets. Es ist die Rede von Nettiquette, einer hochbejahrten Verhaltensempfehlung, welche ein gutes Benehmen in der virtuellen Kommunikation zu fördern versucht.

(S. "Buddy09" Dincer)

(via www.tagesschau.de, thx!)

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128 Reaktionen aus dem gulli:Board

death_note am 29.07.2009 15:27:37:
Warum denn? Er hat doch völlig Recht. Solche Leute wie du gehören echt an die Wand gestellt (obwohl, eig. schade um die schöne Kugel) oder eben aufgehängt. Na, willst du jetzt Gulli unter Druck setzen, damit sie meine Daten rausgeben und du mich verklagen kannst? Das will ich...

Castle_Bravo am 29.07.2009 15:55:14:
Sowas kann man denken, sollte man aber nicht laut sagen. Ich finde, du gehst da zu weit. Schon möglich, aber ist unser Günni denn nicht auch zu weit gegangen? Aber egal, er muss ja nicht an die Wand gestellt oder gehenkt werden. Schreib doch mal Günther Freiherr von Gra...

Die Firma am 12.09.2009 15:43:38:
Da hat Frau v.d. Leyen wieder einmal vollkommen recht. Man sieht es ja schon an der herabwürdigen Art, einiger Forenmitglieder, die hiesigen News zu kommentieren. Da wird mitunter in die unterste persönliche Schublade gegriffen. Anonymität ist eben der Feind jeglicher funkti...

 

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