gulli: Zango Adware-Prozess: Ex-180solutions zahlt 3 Millionen

Anzeige

gulli:Toolbox

Voting

Welche Neuerungen wünscht ihr euch beim Relaunch?
mehr Community-Einbindung
Wiki
CMS mit Tag-Wolke
Verschmelzung CMS<>Board
neue Schwerpunkte fürs Board
06. November 2006

Zango Adware-Prozess Ex-180solutions zahlt 3 Millionen

Die amerikanische Firma Zango (180solutions) ist noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Man hat sich letzten Freitag vor Gericht darauf geeinigt, dass das Strafverfahren gegen sie gegen Zahlung einer Abfindung in Höhe von drei Millionen US-Dollar an die US-Bundeshandelskommission (Federal Trade Comission - FTC) eingestellt wird.

Dabei war deren Geschäftsidee so einfach wie genial. Man bietet auf der eigenen wie auf fremden Homepages kostenlose Screensaver und Spiele an und hofft mit Recht auf die Ahnungslosigkeit des durchschnittlichen, meist jüngeren Computerbenutzers. Die freuen sich über die vermeintlich kostenfreien und harmlosen Güter, installieren diese brav und müssen zum Dank noch nicht mal einwilligen, dass ihre Daten im Hintergrund übermittelt, analysiert und dann an Drittfirmen verkauft werden. 1999 begann der Siegeszug von Zango, damals firmierte das Unternehmen noch unter dem Namen "180solutions". Auch später nach der Fusion mit der Firma "Hotbar Inc." wurde an den vorherrschenden Geschäftspraktiken nichts geändert. Die ungefragte Datensammlung wurde weiterhin mit großem Erfolg betrieben.

Zango - free Stuff & Adware für Kinder & AhnungsloseImmerhin fast sieben Jahre lang ohne jeglichen, spürbaren Gegenwind. Alles funktionierte perfekt just bis zu dem Zeitpunkt, als die Federal Trade Comission (FTC) Klage wegen der verursachten Schäden erhob. Zango wird vorgeworfen, sie haben mit Absicht das Aufspüren, Identifizieren und Löschen ihrer Adware extrem schwierig gestaltet. Der normale User ist mit dieser Prozedur ohne Übertreibung völlig überfordert. Zumal die Benutzer mit Absicht in die Irre geführt werden. Wer z. B. "Uninstall 180search Assistant" als Menupunkt auswählt, braucht nicht zu hoffen, dass damit automatisch auch sämtliche Schnüffelsoftware von der Platte verschwindet. Auch wird den kommerziellen Datenkraken vorgeworfen, man habe beim Installationsprozess nicht angemessen auf die mitinstallierte Adware hingewiesen. Warum einfach, wenn es auch schwierig geht - Tools zum Deinstallieren werden dem Installer einfach nicht beigefügt. Kurz gefasst: Wer sich traut, eines der Programme von Zango zu installieren, hat die Kontrolle über sein System eingebüsst. In manchen Fällen wurde nach der teilweisen Löschung die Adware mit zufällig generierten Namen erneut installiert. Man erhoffte sich, damit die Aufdeckung für Benutzer wie Anti-Spyware-Software zu erschweren.

Für eine Firma mit einem Umsatz von 50 Millionen US-Dollar im Jahr (2004) erscheint die Höhe der Abfindung vergleichsweise lächerlich. Auch wenn die angeklagte Firma die Summe aus der Portokasse zahlen kann ist zu hoffen, dass sich zukünftig andere Richter daran ein Beispiel nehmen. Effizient abschrecken kann diese Strafe nicht. Aber zumindest konnte ein Zeichen an der richtigen Stelle gesetzt werden.

  • OMG das is ja mal wieder ein richtig fetter kloss den man beim lesen schlucken muss 3 mille bei 50/jahr? oh man... und nich weil sie einen ausspionieren nein weil die software vermeintlich schwer zu deinstallen is... mich kotzt politik und die unwissenheit der staatsmänner nur noch an!

    Wandang am 06.11.2006 20:39
  • Zango wurde glaube mit fast jeder Filesharing Software mitgeliefert Bearshare , Limewire.... ( außer die light Versionen ) Selbst wenn sie die 3 mille zahlen hätten müssen , hätte sie das warscheinlich nur ein müdes lächeln gekostet.Naja was sollst

    AbuseYoudnA am 06.11.2006 20:50
  • © Copyright 1998-2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |