YouTube vs. Viacom: Wird die Milliarden-Gerichtsverhandlung zur Geburtsstunde eines neuen Copyrights?

gullinews am Dienstag, 27.05.2008 14:51 Uhr

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In den USA geht der Streit zwischen Viacom und YouTube weiter. Der Vorwurf gegen YouTube ist, dass es auf ihrer Videoplattform zu massenhaften Urheberrechtsverstößen kommen würde. YouTube dagegen beruft sich auf den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) von 1998, wonach Service Provider einen besonderen Schutz bei Verstößen gegen das Urheberrecht genießen. Schließlich würde man auf verdächtige Videos hinweisen und auf Zuruf der Rechteinhaber sofort löschen. Der Streitwert hat mittlerweile eine astronomische Höhe erreicht, und es deutet sich an, dass es möglicherweise um eine Grundsatzentscheidung gehen wird.

Die Gerichtsverhandlung könnte zu der Grundlage für ein neues Urheberrecht werden. Der Streitwert ist in zwischen auf einer Milliarde Dollar gerückt, weil auch massenhaft Verstöße aus den letzten drei Jahren mit eingerechnet werden. Viacom beklagt sich, dass viele Videos von SpongeBob über SouthPark bis hin zu MTV unplugged nicht nur massenhaft auf YouTube zu finden seien, sondern weil diese Videos zum Teil auch mehrere Millionen mal angeschaut werden. YouTube, beziehungsweise die Besitzerin Google, würde sich nicht ernsthaft um die Bekämpfung der Verstöße kümmern. Ein Service wie YouTube, von denen es mittlerweile viele unterschiedliche im Internet gibt, würde es Rechteinhabern extrem schwer machen, das Urheberrecht konsequent anzuwenden.

YouTube dagegen argumentiert mit dem 1998 erlassenen Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Demnach genießen Serviceprovider im Internet einen besonderen Schutz. Wenn Nutzer für Verstöße verantwortlich sind, so sind nicht die Provider direkt haftbar zu machen. Tatsächlich betreibt YouTube auch eine aktive Schutzpolitik, die den Urhebern allerdings nicht zu genügen scheint. Die Videos werden automatisiert auf mögliche Copyrightverstöße gescannt und die Rechteinhaber benachrichtigt, sobald "verdächtiges" Material gesichtet wurde. Die Rechteinhaber entscheiden dann über eine Löschung des Inhalts. Das Projekt YouTomb dokumentiert diesen Prozess.

Man darf gespannt sein, wie der Verlauf des Prozesses weitergeht. Google argumentiert, dass eine Entscheidung gegen YouTube die Freiheit des Internets grundsätzlich in Frage stellt. Würde Viacom den Zuspruch bekommen, wäre die Informationsfreiheit zugunsten eines Konzerns beschnitten worden. Würde Google mit dieser Argumentationsweise Recht bekommen, könnte das möglicherweise der Beginn eines neuen Gesetzes für das Internet sein, das sich an die alltägliche Praxis vieler Hunderttausend Nutzer anpassen würde.

( via Winfuture, TechCrunch )

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11 Reaktionen aus dem gulli:Board

shirker am 27.05.2008 18:55:05:
wer noch southpark oder mtv auf youtube schaut ist selber schuld spongebob gibts bestimmt auch irgenwo legal zum anschauen... viacom versucht sich (viel zu spät) gegen eine trend zu stellen der auch durch den prozess nicht abbrechen würde schon heute stehen die meisten sachen doch nicht mehr bei ...

Hirnblaehung am 28.05.2008 00:05:52:
Tatsächlich betreibt YouTube auch eine aktive Schutzpolitik, die den Urhebern allerdings nicht zu genügen scheint. Klar reicht ihnen das nicht ... Würde mich auch wundern ... Die versuchen halt aus scheisse gold zu machen ... :rolleyes: Drücken wir mal google in dieser sache die d...

Oburi am 28.05.2008 00:37:01:
natürlich ist google eine sie sogar eine schlampe! jeder war schonmal auf ihr^^ Das verdient schon fast eine Auszeichnung und einen Platz in der Signatur :D Großartig... :D na hoffetlich tut sich da was, wäre echt an der zeit das so ein großer player...

 

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