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19. Juni 2007

YouTube Videos online editieren - leichtes Spiel gegen geplante Filter?

Online-Tools zum Videoeditieren sind nicht unbedingt neu, wenngleich auch nicht allzu verbreitet. YouTubes neues Angebot ist nur konsequent - der Marktführer bietet nun den von Adobe entwickelten "Remixer" an, der vom Schneiden und Untertiteln bis hin zu Effekten und Bildmanipulationen einiges ermöglicht. Transformationen, durch die sich Checksumme oder Bildwerte verändern und leicht in neuer Version auf YouTube gespeichert werden kann. Mirror-Tool der Wahl?

Youtube bzw. Google kündigt externer Link in neuem Fenster folgtseit längerem an, endlich Maßnahmen gegen die Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials einzuleiten - bisher jedoch nicht zur Zufriedenheit der Rechteinhaber. Jüngstes Beispiel: Michael Moores "Sicko", der externer Link in neuem Fenster folgtkurz nach dem P2P-Release auch bei YouTube und Google Video landete - was Moore selbst wenig störte, beim Filmverleger Weinstein jedoch für externer Link in neuem Fenster folgtlautes Aufheulen sorgte.

Jetzt solle eine entsprechende Filtertechnik jedoch kommen, verspricht der Videohoster - um sich offenbar gleich wieder selbst einen Brocken in den Weg zu legen.

Denn ein manipuliertes Video wird andere Hashwerte aufweisen wie das Original, die Möglichkeit, Effekte einzubinden, lässt großflächige Bildmanipulationen zu. Per Mausklick kann das veränderte File direkt wieder bei YouTube gespeichert werden - lästiges Rippen und erneuter Upload entfallen.

Und während man getrost annehmen kann, dass der Datensammelexperte Google bei manipulierten Videos einen Verweis zur Quelldatei wenigstens intern speichert, um bei Löschaufforderungen und aufgefundenen Urheberrechtsverstößen mögliche Derivate schnell zu finden: die Schwierigkeit bleibt, nur leicht veränderte Mirror-Files von vollkommen legalen Remixen oder anderen abgeleiteten Werken - Parodien, Montagen, beispielsweise - zu unterscheiden.

Wie die Technik zur Filterung bei YouTube aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Mit der Möglichkeit zur externer Link in neuem Fenster folgtOnlinebearbeitung von Videos und dem einfachen erneuten Abspeichern dürfte sich YouTube die geforderte Aufgabe jedoch selber ein gutes Stück schwerer gemacht haben. Möglicherweise gar beabsichtigt?

  • 2 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von gulli:news  andere Hashwerte aufweisen wie das Original andere Hashwerte aufweisen als das Original vgl. http://www.duden.de/deutsche_sprache...hiv.php?id=155

    _Agnostiker_ am 19.06.2007 11:30
  • der letzte satz ist interessant. es ist gut möglich, dass google sich die arbeit erschweren möchte, damit illegaler content bleibt, welcher die meisten kunden hällt. ich glaube , dass durch den remix aber quali verloren geht (müsste tonquali sein) naja ob mit oder ohne editieren: ein musicvids gibt es immer mehrfach auf youtube

    Wandang am 19.06.2007 18:08
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