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09. Juli 2008

Youtube User rufen zum Boykott auf Viacom dementiert Vorwürfe

Das gefällte Urteil eines US-Richters hat eine Welle der Erschütterung bei vielen Nutzern des Videoportals YouTube ausgelöst. Sämtliche Nutzerdaten inklusive aller gesammelten Logdateien sollen an den MTV-Mutterkonzern Viacom ausgehändigt werden. Aus Trotz und um die herrschende Unzufriedenheit zur Schau zu stellen, haben erste User damit begonnen Videos hochzuladen, die Viacom in ein schlechtes Licht rücken sollen. Daneben wird aufgerufen, Tochterunternehmen von Viacom wie Paramount Pictures und MTV zu boykottieren. Schritte, die den Medienkonzern zum Umdenken bewegen sollen.

"Boykottiert Viacom ! Kämpft um eure Privatsphäre und eure Rechte!". Diese und viele weitere Parolen sind in den frisch eingestellten Videos zu sehen. Besonders im Bezug auf den kürzlich stattgefundenen Independence Day wurden die Rufe laut, man sollte sich seine eigenen Rechte von einem Unternehmen wie Viacom nicht nehmen lassen. Eine größere Anzahl der Videos wurde bereits von der Webseite genommen. Entweder wurden diese vom Nutzer selbst entfernt, oder YouTube hat sich darum "gekümmert".

Neben der großen Usergemeinde von YouTube setzen sich auch immer mehr Organisationen, denen der Schutz der Privatsphäre am Herzen liegt, gegen das Urteil ein. Richter Louis Stanton vom Gericht in Southern New-York ist der Meinung, YouTube verstößt eindeutig gegen Copyrightgesetze. Es führe kein Weg daran vorbei umfassende User-IDs und IP-Adressen an Viacom auszuhändigen. Über das verlängerte vierte Wochenende im Juni haben sich viele User die Mühe gemacht, weitere Anti-Viacom Inhalte zur Verfügung zu stellen. Es wird nicht nur zu Protesten aufgerufen, die User fordern auch zum Boykott auf. Filme wie Indiana Jones, die von Paramount Pictures produziert wurden, sollte man nicht mehr durch einen Kinobesuch unterstützen. Programme des MTV-Networks soll man beim Fernsehkonsum ausklammern. Fraglich auch, ob ein Boykott der Tochergesellschaften überhaupt etwas erreichen kann.

Der Mutterkonzern selbst versucht in der Zwischenzeit die Wogen zu glätten. "Viacom hat nie nach persönlichen Informationen von YouTube-Usern gefragt und möchte diese auch nicht haben. Informationen, die Auskunft über die Identität der User geben, werden von den Logfiles getrennt. Wir möchten diese Details lediglich dazu nutzen, um unseren Fall gegen Youtube und Google zu untermauern", so steht es auf der Webseite von Viacom. Beruhigen konnten diese Aussagen die User nicht. viacom, youtube, boycott, video, protestÜber 4000 Videos mit dem Titel Viacom waren bereits Anfang dieser Woche auf Youtube aufgetaucht. 175 Stück trugen aussagekräftige Titel wie "Viacom sucks" etc. Aktuell denkt das Unternehmen darüber nach, ein Framework zu entwickeln, welches automatisch User-Daten von YouTube versenden soll. Gerechtfertigt wird das Vorhaben noch immer unter dem primären Gesichtspunkt des Urheberrechtsschutzes. Bei all dem Wirbel sollte jedoch auch ein Unternehmen wie Viacom nicht vergessen, die Privatsphäre der User in einem angemessenen Rahmen zu schützen.

(via betanews.com, thx)

  • 4 Kommentare zum Artikel
  • Die sollen kein Scheiss Erzählen ... Die Daten wer was gerne angekuckt hatt läst sich auch ganz gut weiterverkaufen .... google soll die Daten einfach löschen und fertig . Keine Daten mehr da ?! können sie auch nicht verwerten ... Kann ja mal passieren bei so einem Backup mFg

    Hirnblaehung am 10.07.2008 01:30
  • alter wenn die das machen schwör ich denen das jeder computer den die an's netzt schliessen jede site und alles was von coputern gesteuert wird kaputt geht das schwör ich denen und jetzt frag ich ganz offiziell wer macht mit?????

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