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16. Januar 2007

YouTube und MySpace Die Verwertergesellschaften wollen Bares sehen

Noch im Lauf des Januars wollen sich über ein Dutzend europäische Verwertungsgesellschaften treffen, um das gemeinsame Vorgehen gegen Videohoster wie Youtube, Myspace oder Dailymotion zu erörtern. Die Videohoster blieben den Verwertungsgesellschaften zufolge Lizenzgebühren von hunderten Millionen Euro schuldig.

"Wir hoffen, dass diese Websites aufhören, Musik ohne Lizenzen anzubieten und an die Inhaber der Rechte zu zahlen... Frühere 'Vorurteile' müssen beigelegt werden, und wir müssen eine gemeinsame Basis für ein Rahmenwerk für künftige Vergütungen finden",

zitiert die FTD den BIEM-Generalsekretär Ronald Mooij. Die BIEM ist der Dachverband der Verwertungsgesellschaften aus 42 Ländern.

Am 23. Januar auf der internationalen Musikmesse Midem in Cannes soll das Vorgehen geplant werden. Bis dahin prüft die BIEM, in welchem Ausmaß Musik von den Videohostern geladen wird. Ermittlungen der BIEM zufolge wurde beispielsweise der "Bolero" von Maurice Ravel zwei Millionen Mal auf Myspace angehört.

Dafür wollen die Verwerter in Zukunft Geld sehen: ein nicht näher benannter Prozentsatz der Gewinne sollen in Zukunft an die Verwerter fließen, die das Geld an Musiker und Komponisten ausschütten wollen. Youtube lehnte eine Stellungnahme ab, die beiden anderen Portale erklärten sich grundsätzlich zu einer Kooperation mit den Verwertern bereit, wiesen jedoch auf die Schwierigkeiten hin, die abzuführenden Beträge zu ermitteln. So seien beispielsweise auf MySpace zahlreiche Songs durch Labels und Musikern selbst zu Werbezwecken veröffentlicht worden.

  • 9 Kommentare zum Artikel
  • bolero wurde 1928 ur aufgeführt... is da ned längst das copyright abgelaufen ?

    Killercat am 16.01.2007 16:32
  • Wer kennt denn nicht diese Kommentare bei den meisten aller YouTube Videos, wo nach dem Titel des Backgroundsongs gefragt wird? "Ilove this song so much.it's wonderfull.thanks for posting" Das ist doch die perfekte Werbeplatform für die Künstler. Die Musikindustrie hat bis heute nicht nachgewiesen wie hoch der tatsächliche Schaden von Raubkopien ist. Wie setzt sich diese Rechnung zusammen? Die wollen doch einfach nur Geld kassieren wo ...

    aleximonter am 16.01.2007 22:17
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