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13. Oktober 2006

YouTube und Copyright Time Warner droht Google

"Auf dem Google-Level" will Time Warner seine Copyrightbeschwerden gegen YouTube weiter verfolgen. Die jetzige Ankündigung sei nicht durch den Aufkauf des Videohosters durch Google ausgelöst worden.

Vorstand Dick Parsons kündigte an, auf jeden Fall gegen Urheberrechtsverstöße auf YouTube vorgehen zu wollen: "Wenn man in einer Sache seine Eigentumsrechte nicht beachtet, wird es um so schwerer, sie zu verteidigen, wenn der nächste daherkommt." Zwar sei Time Warner durchaus daran Interessiert, seinen Content auf YouTube anzubieten, das müsse aber auf eine Weise geschehen, die ihre Eigentumsrechte respektiert.

Für YouTube wurde bereits ein System angekündigt, mit dem die Rechteinhaber an den hochgeladenen Clips ermittelt und an Einnahmen des Videohosters beteiligt werden können - wenn es denn zu diesen Einnahmen kommt. YouTube arbeitete bis zum Aufkauf durch Google defizitär. Der 1,6-Milliardendeal wurde durchaus skeptisch aufgefasst: ob YouTube je Gewinn erwirtschafte, sei unklar, potentielle Urheberrechtsstreitigkeiten seien vorprogrammiert.

Warner Music sowie weitere Label hatten angekündigt, Musikvideos für YouTube freizugeben, das Label hat sich von Time Warner jedoch schon vor einiger Zeit gelöst.

Time Warner hatte laut Parsons selbst über einen Aufkauf YouTubes nachgedacht, er sieht Google jedoch als den idealeren Käufer an: das Unternehmen habe die besten Fähigkeiten dafür, Traffic zu Geld zu machen. Von dem sich Time Warner vermutlich auch seinen Anteil erhofft.

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