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11. Juni 2007

Youtube und Copyright Google kann, will aber nicht sperren

Mit technischen Schwierigkeiten habe die Verspätung Googles bei der lang angekündigten Einführung von Filtern für urheberrechtlich geschützte Inhalte auf YouTube und Google Video nichts mehr zu tun, so Vertreter der Medienindustrie und der US-Strafverfolger. Technisch sei Google so weit voraus, dass die Entschuldigungen unglaubwürdig seien.

Das National Legal and Policy Center hat Google in den vergangenen Wochen kontrolliert und dabei festgestellt, dass zahlreiche vollständige Filme über Monate hinweg auf Google Video abrufbar und beeindruckende Userzahlen erreichen konnten. Unter den Filmen befanden sich Kinoreleases wie The Core, Spiderman oder Pans Labyrinth.

NLPC-Chef Ken Boehm konstatierte trocken:

"Wenn ein 58jähriger ehemaliger Strafverfolger dieses Zeug findet, muss Google es auch können. Ich bin sicher kein Computerexperte. Die Leute bei Google sind Vorreiter, was Informationstechnologie angeht. Sie sollten ihrer Konkurrenz voraus sein. Das hier unterminiert die Glaubwürdigkeit ihrer Technologie... Wir sind der Ansicht, dass ihren Äußerungen, sie würden tun, was sie können, kein Glauben geschenkt werden kann."

In ein ähnliches Horn stößt Darcy Antonellis, Vize von Warners Anti-Piraterieabteilung. Hier fehle es nicht an technischen Ressourcen, sondern am Willen, so der Vertreter des Filmkonzerns.

Man sei dran, ließ hingegen Google verlauten - wie auch vor Monaten schon. Damals wurde eine innovative,m leicht zu handhabende Möglichkeit angekündigt, mit der urheberrechtlich geschützte und unlizensiert veröffentlichte Videos auf den Google-Plattformen zügig erkannt und gelöscht werden sollen. Die Technik ist nach wie vor weder im Einsatz, noch sind Details über ihre Funktionsweise bekannt.

Der Druck auf Google wächst - Videohoster wie Guba oder Dailymotion, selbst Microsofts Soapbox haben entsprechende Filtertechniken bereits implementiert. Und möglicherweise schmerzt es die Verantwortlichen bei Google mehr, dass ihnen vorgeworfen wird, sie würden technisch hinter Microsoft hinterherhinken, als es die publizierten und nicht lizenzierten Videoupps auf den beiden Videoplattformen tun.

  • 2 Kommentare zum Artikel
  • wenn filtertechnologien vorhanden sind ist das die eine sache, ok. aber damit zu argumentieren, dass sogar ein 58 jähriger rechtsanwalt die videos finden kann ist völliger quatsch und ich denke das weiß sogar der rechtsanwalt selbst. vlt hat google einfach keine lust tausende 58 jährige rechtsanwälte zu bezahlen, nur damit sie möglicherweise illegale videos suchen und durch deren löschung vlt sogar dem image des videohosters selbst schaden? nils

  • ich glaub google hat mitlerweile mehr macht als seine gegner, was sollen sie schon ggn. so einen konzern tun ?

    franz86 am 11.06.2007 17:15
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