Es sei unwahr, dass für YouTube "eine sehr große Summe Geld zurückgelegt wurde, um sich Frieden mit großen Medienunternehmen zu erkaufen", so das Dementi Googles nach Gerüchten, 500 Millionen des Kaufpreises für YouTube seien auf die Seite gelegt worden, um mögliche Copyright-Prozesse zu bestreiten. 200 Millionen Dollar sind demnach keine große Summe. Verwendungszweck der Peanuts: die Absicherung möglicher Schadensersatzforderungen.
Mark Cuban brachte das Gerücht auf, YouTube habe vorsorglich 500 Millionen auf die Seite gelegt, um eventuell kommende Prozesskosten zu bestreiten. Dies wurde kurz darauf von Google-CEO Eric Schmidt dementiert. Gefragt, ob eine größere Geldsumme von seinem Unternehmen beiseitegelegt wurde, antwortete er, das dies unzutreffend sei.
Wie Schmidts Dementi nun im Nachhinein verstanden werden kann? Dass 200 Millionen keine "größere Geldsumme" ist? Dass der Betrag nicht von YouTube, sondern von Google beiseitegelegt wurde? Wobei Cubans Vermutung exakt diese war: dass das Geld in Googles Kriegskasse blieb und nicht jener YouTubes.
Cuban behielt damit vorerst im Prinzip recht mit seiner Vermutung. Ob die weiteren Insider-Informationen, die er von dem Deal erfahren haben will, ebenfalls zutreffen, muss sich noch zeigen. In der Zwischenzeit scheint Cuban auf die Erfüllung seiner Prognose, nur ein Idiot würde YouTube kaufen, selbst aktiv hinarbeiten. Der Medienmilliardär bekundete Interesse an der Übernahme des kleinen TV-Senders Los Angeles News Service. Der Sender hat YouTube bereits vor der Googleübernahme wegen Urheberrechtsverstößen verklagt. Robert Tur verglich in der Begründung seiner Klage YouTube mit Napster. Für einen tausendfach heruntergeladenen Clip seines Senders verlangt er 150.000 Dollar Entschädigung von YouTube.