Der Auftrag sieht vor, dass Nexicon das Videoportal gezielt nach urheberrechtlich geschütztem Material durchforstet und dieses als solches identifiziert.
Sobald ein solches durch Urheberrechte geschütztes Werk entdeckt wird, soll eine Informationsmail an den entsprechenden Rechteinhaber verschickt werden. Dieser soll daraufhin entscheiden, ob die Videoclips gelöscht, oder diese in klingende Münze verwandelt werden sollen. Es ist bereits seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr, dass die Videoclips auf YouTube in bare Münze verwandelt werden. Die Ausschüttungen sind zwar nicht so immens wie beim Verkauf einer CD. Doch Avril Lavignes Manager hielt erst vor wenigen Wochen fest, dass YouTube inzwischen ein sehr profitables Portal geworden ist.
Die Partnerschaft mit Nexicon wird dies möglicherweise noch verbessern, da gezielt die Vertreter der Industrie kontaktiert werden, um auf die vorhandenen Möglichkeiten aufmerksam zu machen. Es bleibt lediglich die Frage, ob diese dann auch genutzt werden.
Bislang gibt es zumindest von juristischer Seite her keine großen Bedenken bezüglich der Legalität von Videoclips, die durch YouTube verfügbar gemacht wurden. Vielmehr etabliert sich das Portal immer häufiger als eine der neuen Download-Quellen für Musik, wie die Entwicklung zahlreicher Tools unter Beweis stellt. Der Weg vom flv-File zur MP3 ist inzwischen zu einem Kinderspiel geworden, der Konsument begrüßt dies. Möglicherweise liegt die Zukunft der Musikindustrie - zumindest teilweise - bei einem Portal wie YouTube, das dem Kunden den Bezug des gewünschten Mediums ermöglicht. Zeitgleich wird den Besuchern dabei Werbung angezeigt, mit dem der Stream wie auch der Download (zumindest teilweise) finanziert werden könnte. Wie das Verfahren im Detail ablaufen wird, ist derweil noch unklar. Womöglich wird es dafür nie eine Lösung geben. Der Forrester Analyst James McQuivey verdeutlicht seine größte Sorge:
"[...] können Sie sich vorstellen einen 3-minütigen Clip eines Skateboard-Unfalls zu verkaufen? Wie machen sie das, verkaufen sie ihn für fünf Cent? Ich sehe gegenwärtig keine praktikable Lösungsmöglichkeit für dieses Problem." Vielleicht existiert schlichtweg keine Variante, die auch der Musikindustrie gefallen würde. (Firebird77)
(via wired, thx!)
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gullinews am 13.09.2008 16:41:06: |
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