gulli: YouTube: Musikindustrie mit Einnahmen durch Videos unzufrieden
07. März 2008

YouTube Musikindustrie mit Einnahmen durch Videos unzufrieden

Obwohl neun der zwölf meist gesehenen Videobeiträge auf YouTube professionell erstellte Musikclips sind und die Betreiber des Portals den Plattenfirmen diesbezüglich Geld überwiesen haben, machten kürzlich mehrere Manager der Musikindustrie ihrem Unmut wegen der Nichteinhaltung vertraglicher Vereinbarungen Luft. Die bei ihnen unter Vertrag stehenden Künstler hätten trotz entsprechender Verträge noch kein Geld vom Video-Portal erhalten.

Das Video einer Rockband sei beispielsweise nachweislich über 75 Millionen Mal angesehen worden. Im September 2006 verpflichtete sich das Onlineportal erstmals dazu, Warner Music für deren Musikvideos zu entlohnen. Umso häufiger die Videos abgerufen werden, umso höher wird die Abgabe an die Plattenfirma. Auch Verträge mit anderen Major-Labels folgten. Konkrete finanzielle Details bezüglich der Vertragsabschlüsse sind bislang nicht bekannt geworden. Als Hauptgrund für die unterlassenen Zahlungen wird angesehen, dass das Portal nicht präzise genug nach bestimmten Titeln durchsucht werden kann, um diese ausfindig zu machen. Ohne eine detaillierte Auswertung der Nutzung von YouTube sei eine gerechte Entlohnung der Künstler nicht möglich, so der Vorwurf aus den Reihen der Musikindustrie. Dazu kommt natürlich noch der Umstand, dass zahlreiche Videos von den Usern mit unterschiedlichen und teils verwirrenden Namen hochgeladen wurden, was das Chaos noch vergrößert.

"Auch wenn die Labels einen bestimmten Betrag bekommen hätten, heißt das noch lange nicht, dass dieser angemessen ist. Alte Vertragsansätze kollidieren hier mit neuen Technologien", so Jay Rosenthal, Anwalt der US-Musikervertretung Recording Artists Coalition (RAC). Es sei zudem in der Regel nur schwer nachvollziehbar, wie diese Geldbeträge zustande kommen. Er ist der Ansicht, man sollte die Schuld am Dilemma nicht alleine auf YouTube abwälzen. Zum einen sollte YouTube hier mehr Klarheit über seine Inhalte schaffen, zum anderen ist es offensichtlich Zeit für neue vertragliche Vereinbarungen zwischen der Musikindustrie und dem Videoportal. Vor allem aber sollte man über eine generelle Abschaffung eines jeglichen Kopierschutzes nachdenken, denn die kopiergeschützten Songs waren zumeist Grundlage der Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Parteien.

(Via Pressetext.at, danke!)

  • 19 Kommentare zum Artikel
  • @CokeZero: Wenn dann lassen die sich die Brusthaare von jemandem kraulen Naja bin der selben Meinung wie den anderen. Sollen doch an ihrem ganzen Geld ersticken.....

    Juli1000 am 09.03.2008 02:13
  • lol zu doof um ne suche zu benutzen und dann meckern, dass sie sich kein 5., 6., 7. ... auto, haus, boot leisten können...-.-

    daemonicus am 09.03.2008 16:53
  • Meinetwegen können die den Mist auch gleich löschen, dann krigt die MI nämlich garnix mehr und dann werden die richtig in die Röhre gucken.

    BigWilly am 09.03.2008 17:50
  • Profitgier ist das einzige Wort was mir dazu einfällt. Gewinne nicht hoch genug für die Labels? Natürlich schiebt man dann den Künstler vor, der von den überwiesenen Beträgen in Millionenhöhe komischerweise nichts abbekommen hat. Da stellt sich mir doch die Frage: Wohin ist denn das Geld? Und gerade die Musikindustrie jammert doch immer am größten, dass die Künstler mal wieder 0 Runden fahren. Arme Musikindustrie, da muss wohl erst einmal wieder ...

    Indianer am 09.03.2008 20:57

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