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19. Oktober 2006

YouTube hui, Grouper pfui Doppelmoral bei Universal

Die Videosharing-Sites Grouper und Bolt wurden diese Woche von Universal Music wegen Copyrightversoß verklagt. Platzhirsch YouTube blieb verschont - was damit zusammenhängen könnte, dass drei der großen Labels vor dem Aufkauf durch Google bei dem Videohoster eingestiegen sind. Insider berichten von einem Schnitt von 50 Millionen Dollar, den die Labels mit dem Deal machen konnten.

In der Klage gegen die beiden Videohoster, die Universal vergangenen Montag einreichte, werden für jeden Fall des Urheberrechtsverstoßes auf Grouper und Bolt 150.000 Dollar Schadenersatz gefordert. Während sich Bolt in Privatbesitz befindet, wurde Grouper ironischerweise von Sony Pictures aufgekauft. Sony BMG, Universal und Warner wiederum gehören zu den drei Nutznießern eines Deals mit YouTube, der vor der Übernahme durch Google stattfand.

Denn die Lizenzierungsabkommen, die YouTube mit den Labels vor dem Aufkauf durch Google abschloss, umfassten auch den stillen Erwerb von Anteilen an dem Videohoster. Universal hatte bereits angekündigt, Musikvideos auf YouTube zur Verfügung zu stellen, dafür werde man an den Werbeeinnahmen YouTubes beteiligt.

Durch den Erwerb von Anteilen an YouTube vor dem Verkauf an Google könnten die drei Labels insgesamt 50 Millionen Dollar verdienen, berichtet die New York Times.

Während die Übereinkünfte der Labels mit YouTube als Zeichen aufgefasst wurden, dass sich die Industrioe endlich bewegt und sich an die Realitäten der Internetwelt anzupassen beginnt, scheint der Kurs momentan zumindest noch zweigleisig zu sein: bei den einen steigt man ein und verdient am Internetboom mit, die anderen kann man immer noch verklagen.

  • 1 Kommentar zum Artikel
  • Die Videosharing-Sites Grouper und Bolt wurden diese Woche von Universal Music wegen Copyrightversoß verklagt. Platzhirsch YouTube blieb verschont - was damit zusammenhängen könnte, dass drei der großen Labels vor dem Aufkauf durch Google bei dem Videohoster eingestiegen sind. Insider berichten von einem Schnitt von 50 Millionen Dollar, den die Labels mit dem Deal machen konnten. In der Klage gegen die beiden Videohoster, die Universal ...

    gullinews am 19.10.2006 10:34
  • War doch klar, daß die irgendwann auf den Zug aufspringen...und wer nicht mitspielt wird nach wie vor verklagt.... Kapitalismus...würg

    Fireglider am 19.10.2006 11:35
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