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04. Januar 2007

Youtube erzeugt Steineschmeißer Britische Lehrer wollen das Netz zensieren

Bekanntlich macht das Internet aus friedlichen, rücksichtsvollen Musterschülern zerstörerische Vandalen, die aus der puren Lust an der Selbstdarstellung grauenvolle Taten nicht nur durchführen, sondern selbstredend auch filmen und veröffentlichen. Die komplette Verwahrlosung der Jugend könnte, britischen Lehrern zufolge, durch eine umfassende Netz- (und vor allem YouTube-) Zensur nochmals verhindert werden.

Als "abscheulich" bezeichnete der Rektor die Tat einer Gruppe von Neuntklässlern, die einen 15-Sekundenclip bei YouTube veröffentlichten. Zu sehen ist, wie einer der Schüler einen Steinbrocken auf ein Schulfenster schleudert, welches daraufhin zwar nicht durchschlagen wird, aber immerhin springt. Selbstredent wurde die Polizei alarmiert.

Die Generalsekretärin der Lehrergewerkschaft Chris Keates kommentierte:

"Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel und hätte Verletzungen von Lehrern und Schülern sowie Sachbeschädigung zur Folge haben können. Unglücklicherweise kann jeder Vandale heutzutage seine 15 Minuten Ruhm bekommen, ermöglicht durch die heute verfügbare Technologie und durch unverantwortliche Internetseiten, die es erlauben, so ein Verhalten zu glorifizieren."

Konsequenterweise rief sie zu rigoroser gesetzlicher Kontrolle entsprechender Webseiten auf.

Zwischen dem heutigen, traurigen Zustand der Gesellschaft und einer Welt ohne Vandalismus und Terroristen, einer Welt mit brummender Wirtschaft und glücklichen Bürgern steht damit nur noch der Schritt zur konsequenten Internetüberwachung. Bleibt diese jedoch aus, werden wohl weiter Steine auf Scheiben geworfen werden. Und Strafverfolger werden sich weiterhin mit lästigem Beweismaterial herumärgern müssen.

Keates' Forderungen sollten jedoch beherzigt und konsequent zu Ende gedacht werden. Momentan kann offenbar jeder britische Lehrer auf seine 15 Minuten Ruhm hoffen, wenn er nur inkompetent genug Stellungnamen zu den Auswirkungen des Internet auf Schüler absondert - sind die Statements dumm genug, werden sie von der BBC veröffentlicht. Um zu verhindern, dass der Ruf der britischen Lehrerschaft weiter leidet, sollte die BBC dringend stärker kontrolliert und nach Möglichkeit zensiert werden. Schließlich ist sie zweifellos für die inkompetenten Äußerungen Keates' verantwortlich.

  • 14 Kommentare zum Artikel
  • also in kreuzberg gibts sowas einmal im jahr...auch zu ner zeit wo youtube noch gar nicht existierte (ok wer hat das jetzt nicht kommen sehen)

    Barc0de am 04.01.2007 23:18
  • Zitat: Zitat von Barc0de also in kreuzberg gibts sowas einmal im jahr...auch zu ner zeit wo youtube noch gar nicht existierte (ok wer hat das jetzt nicht kommen sehen) Wie jetzt ? Gewalt und Vandalismus gab auch auch schon vor dem Internet ?

    Der böse Schmu am 05.01.2007 07:16
  • eigentlich solten sie doch froh darüber sein das die täter den beweis ihrer dummheit selbst liefern. da gibt es schon mal eine ecke in england die nicht durch kammeras überwacht wird, dann filmen die deppen sich dabei selbst und veröffentlichen das auch noch. ist doch ein guter ansatzpunkt für die ermittlungen. die haben sicher genügend spuren im internet hinterlassen um sie zu finden. heute fensterscheiben und morgen autobomben...schickt ...

    Mephisto74 am 05.01.2007 09:25
  • ach was wollen die denn machen Youtube ist doch nicht das einzige Videoportal

    Benni-mac am 05.01.2007 10:50
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