gulli: Yahoo: Musik ohne DRM - Google Pages - UK Internetbösewicht des Jahres
24. Februar 2006

Yahoo Musik ohne DRM - Google Pages - UK Internetbösewicht des Jahres

Aus dem Gulli, 24.2.

Yahoo-Exec: Musik ohne DRM verkaufen

Neu ist die Idee nicht, nur wird sie meist von den Kunden geäußert und nicht von Execs der Musiksparten größerer Netzunternehmen: Dave Goldberg, Chef von Yahoo Music riet den Labels dazu, Musik online ohne DRM zu verkaufen. Kopierschutztechnik sei eine Barriere für den Verbraucher, das Abspielen auf mobilen Playern oft erschwert. Der Erfolg eines DRM-freien Dienstes wie emusic.com sei ein Beispiel für eine gelungene Vermarktung von Musik online, Grund für die Akzeptanz bei den Kunden: die dort geshoppten mp3-Files laufen auf jedem mp3-fähigen Player. Schönes Detail: eine Yahoo-Sprecherin merkte an, Goldberg hätte "im Grunde versucht, die Industrie vorwärtszubewegen". Spannend, dass es offenbar notwendig scheint, das nochmals klarstellen zu müssen.

Google Pages mit Aufnahmestopp

Einen Tag nach Start des Webbaukastens bei Google ist der Service für Neuanmeldungen vorerst wieder geschlossen. Die Anmeldeseite vermeldet für den heutigen Tag, dass keine weiteren Seitenregistrierungen mehr möglich seien. Die Geschwindigkeit der Google Pages ging nach Start der ersten public Beta schnell deutlich in die Knie.

UK-Regierung von Providern zum Netzbösewicht des Jahres gekürt

Die eigene Regierung als die schlimmste von allen zu betrachten, ist ein grenzüberschreitendes Phänomen. In der Tat spielte jedoch Großbritannien bei der Verabschiedung der EU-Richtlinie zur Verbindungsdatenspeicherung im Telefon- und Internetsektor eine bedeutende Rolle. Für das intensive Lobbying der Regierung für eine Datenspeicherpflicht insbesondere während der sechs Monate der EU-Ratspräsidentschaft Großbritanniens hat der Verband der Internetprovider in Großbritannien, ISPA, die Regierung zum "Internet Villain of the Year" gekürt. Für eine Regierung, die sich gerne als im EU-Vergleich extrem wirtschaftsfreundlich geriert, eine mehr als zweifelhafte Ehre. Angeprangert wurden die Folgen der Datenspeicherung für die Industrie: das schwierige Handling der anfallenden, riesigen Datenmengen sowie die enormen Kosten für die Bürgerüberwachung.

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