Entweder in Hong Kong oder in den USA soll Yahoo nun verklagt werden, die Datenherausgabe sei nach Ansicht des Anwalts der Angehörigen illegal gewesen. Yahoo habe noch keine Stellungnahme zu der Klagedrohung abgegeben.
Yahoo Hong Kong hatte auf Verlangen der Strafverfolger die IP-Adresse des Journalisten Shi Tao herausgegeben, darüberhinaus sogar seine Geschäftstelefonnummer und seine Adresse. Diese Datenherausgabe sei illegal gewesen, so die Familie des verhafteten Dissidenten.
Shi Tao war wegen der Veröffentlichung einer Maulkorbanweisung des Regimes an die Presse verurteilt worden. Zum 15. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens durfte in den Medien nicht berichtet werden. Shi Tao besteht auf seiner Unschuld: die Anweisung an die Presse sei kein Staatsgeheimnis gewesen.
Netzunternehnen, die sich in China engagieren, sind in letzter Zeit vermehrter kritik ausgesetzt. Erste Konsequenzen hat Google gezogen: Logfiles werden außerhalb Chinas gehosted, damit man möglichen Forderungen nach Datenherausgabe nicht nachkommen muss.
| 1 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
gullinews am 03.04.2006 14:02:16: |
tttt am 03.04.2006 16:00:02: |