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24. April 2007

Yahoo China auf Baidus Spuren Geldstrafe für Links auf mp3-Downloads

Die chinesische Suchmaschine Baidu musste wegen ihrer mp3-Suchfunktion schon einige juristische Prügel der Musikindustrie hinnehmen, ausgerechnet ein chinesisches Gericht macht nun dasselbe mit Yahoo China. Wegen Verlinkens unlizenzierter mp3-Files soll der Yahoo-Ableger nach einer Klage der IFPI umgerechnet über 20.000 Euro Strafe zahlen.

Gegen das Urteil hat Yahoo jedoch Berufung eingelegt, die Chancen auf eine Revision des Urteils stehen gut. Bereits letztes Jahr musste die IFPI nach externer Link in neuem Fenster folgtanfänglichen Erfolgen gegen Baidu zurückrudern: das reine Ausgeben von Links in Suchergebnissen sei erlaubt, die verlinkten Inhalte hätten schließlich externer Link in neuem Fenster folgtnicht auf Servern Baidus gelegen. Dasselbe ist bei Yahoo China der Fall.

Das Gericht in Peking befand im Gegensatz zum vorherigen Baidu-Urteil, dass Yahoo China Verantwortung für Copyrightverstöße trage, auch wenn die Inhalte nicht auf ihren eigenen Servern liegen. Jedoch ist zu erwarten, dass sich diese "Verantwortung" nicht sonderlich weit erstreckt. Nach dem ersten Urteil gegen Baidu - umgerechnet 6.900 Euro Strafe wurden verhängt - änderte Baidu die Suchergebnisseiten. externer Link in neuem Fenster folgtEin Klick mehr ist seitdem notwendig, will man über Baidu gefundene Musikfiles herunterladen.

Die beiden Fälle dürften nur schwer unterschiedlich behandelt werden können, was auch Yahoo-Sprecher Xu Yang externer Link in neuem Fenster folgtanführte:

"Wenn von uns irgend ein Fehler gemacht wurde, hat Baidu denselben begangen. Die Crux ist, dass die Argumentation (der IFPI) in beiden Fällen die gleiche ist."

Selbst der erste "Erfolg" der IFPI stellt sich nebenbei unter näherer Betrachtung ebenfalls als eine halbe Niederlage dar. Etwas über 20.000 Euro Strafe wurde verhängt, gefordert hatte die IFPI die Zahlung von umgerechnet über einer halben Million Euro.

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