gulli: .xxx aufgeschoben - Yahoo! hat die Wahl - BBC weltweit
30. März 2006

.xxx aufgeschoben - Yahoo! hat die Wahl - BBC weltweit

Aus dem Gulli

.xxx-Vertagung: wer steuert das Internet?

Aus der .xxx - Rotlichtdomain wird einmal mehr nichts: bereits mehrfach wurde die Porno-TLD zu Grabe getragen. Der Grund für die jetzige Verschiebung wirft einmal mehr die Frage auf, wer nun letztendlich die Domain-Verwaltung steuert. Das US-Handelsministerium blockierte erneut die Einführung, trotz Fürsprache der ICANN, welche an sich als kontrollierende Instanz in Sachen TLD-Einführung gilt, neben dem Ministerium nun einmal mehr recht machtlos wirkt.
.xxx spaltet die Lager - vor allem unter den christlichen Rechten der USA tobt der Streit um die Pornodomain. Während Befürworter .xxx vor allem als einfach einzusetzendes Filter- und Zensurinstrument betrachten, fürchten andere Sittenwächter die Zunahme und wachsende gesellschaftliche Akzeptanz von Pornografie im Internet.

Yahoo! müßte keine Chinesen ans Regime verpfeifen

...so jedenfalls der Vorwurf von amnesty international. Die Weitergabe von Daten ans chinesische Regime, die zur Verhaftung von Dissidenten führt, sei nicht so alternativlos, wie Yahoo glauben machen wolle. Das Unternehmen hätte durchaus die Möglichkeit, Kundendaten ausserhalb Chinas zu hosten, womit die Pflicht zur Datenherausgabe an die chinesischen Ermittler hinfällig wäre. Praktiziert wird diese Strategie beispielsweise von Google. Yahoo! solle sich daran ein Beispiel nehmen: man könnte Regimekritikern auf diese Weise einige Jahre Knast ersparen.

BBC plant weltweites Webangebot

Ein Vorbild für die Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland? Während diese sich noch über die verhasste GEZ-Pflicht für internetfähige PCs ab 2007 die Hände reiben, zeigt die britische BBC einmal mehr, dass sich auch anders Geld verdienen läßt. Auf bbc.com ist ein internationales Portal geplant, über welches Video-on-Demand angeboten werden soll: kostenpflichtig für ausländische Nutzer. Man reagiert damit auf die wachsende Beliebtheit der BBC-Angebote, die sukzessive in der Regel kostenfrei ins Netz gestellt werden - schließlich haben die Briten bereits für die Produktion der angebotenen Inhalte bezahlt. Das internationale Angebot soll darüberhinaus im Gegensatz zur jetzigen BBC-Homepage Werbung enthalten: nicht jedoch Werbung der Art, die im Netz einen schlechten Ruf hat. Popups sind keine geplant.

  • 6 Kommentare zum Artikel
  • Hmm, nein, mit .xxx kann man auch keinen Content filtern. Der schlaue Pornanbieter bietet seinen Kunden, sofern sie gefiltert werden, dann halt einfach noch einen HTTP-Proxy auf einer .com Adresse an...

    blablubblublbu am 31.03.2006 01:47
  • Ehm...der Filter bezog sich meinerseits eher auf den persönlichen nicht den staatlichem Jugendschutz Klar würden Staaten wie China&Co. dies begrüssen, das Staatliche Filtern würde dadurch auch noch ne möglichkeit mehr haben, und die Amis zumindest für ihre Paranoide Überwachung Aber auch für den persönlichen Jugendschutz wären die "Filter-Möglichkeiten" zumindest einwenig verbessert, wobei ich behaupten würde das jeder ...

    3vil4ngel am 31.03.2006 02:37

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