XCP setzte Rootkit-Techniken ein, um sich vor dem User und dem System zu verstecken. Der Kopierschutz öffnete Sicherheitslücken und telefonierte nach Hause. Nun stellt sich heraus, dass das Programm auch CD-Rom-Laufwerke von Rechnern blockiert, auf denen ein AOL-Sicherheitsprogramm oder die Anti-Sypware-Software PestPatrol läuft. Dies teilte das Justizministerium von Texas mit.
Das Problem sei möglicherweise verbreitet gewesen, die Ursache sei jedoch bislang nicht bekannt gewesen, so ein Sprecher des texanischen Justizministers. In Texas wird XCP gerade anläßlich einer Klage gegen Sony BMG untersucht.
Sony arbeite mit beiden Herstellern zusammen, um das Problem zu lösen. Auf den Settlement-Seiten des Labels steht ein Uninstaller für XCP zur Verfügung.
In Kanada bleibt die Beilegung des Rootkit-Fiaskos umstritten. Die Canadian Internet Policy and Public Interest Clinic (CIPPIC) geht gerichtlich gegen die jetzige Beilegung in Kanada vor, da sie anders als in den USA nicht vorsieht, dass SonyBMG für ähnliche Programme in Zukunft von Beginn an Uninstaller bereitstellt und sich im Fall von Problemen nicht zur sofortigen Zusammenarbeit mit Securityexperten verpflichtet.
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gullinews am 19.09.2006 13:15:24: |