Ein schwarzer Tag für Konsolenhersteller, die kein Homebrew mögen: nach der PSP ist heute auch die XBox360 einmal mehr geknackt worden. Noch relativ umständlich ist die Methode, via geflashter eFuse und einer Timing-Attacke die Microsoft-Konsole auf eine alte (verwundbare) Kernelversion zu bringen. Und mit XBox Live ist danach natürlich auch Schluss. Dennoch: Feiergründe für die Konsolen-Coder.
Robinsond berichtet, wie er eine gebrickte XBox ohne Kenntnis des CPU-Keys wieder herstellen, einen Kernel 2.0.1888 einspielen und anschließend auf die bessere, aber noch für Homebrew knackbare Version 2.0.4532 updaten konnte. Die Angriffsmethode knackt nicht den CPU-Key der XBox selbst, sondern ermittelt per Bruteforce den 16 Byte langen Hashwert des Keys. Mit diesem Wert kann der 2.0.1888-Standardkernel gebootet, der CPU-Key ausgelesen und anschließend das Upgrade gefahren werden. Mit der eingesetzten Lösung dauert dieser Prozess einmalig maximal 34 Minuten.
kündigte an, sein Vorgehen noch genauer zu beschreiben und eine Open-Source-Lösung sowohl der benötigten Hardware wie auch der Software zusammenzustellen. Dem Ausführen von eigenen Programmen auf der XBox 360 steht dann nichts mehr im Weg.
Den wenigsten Usern wird daran gelegen sein, die Live-Funktionen der Konsole einzubüßen - entsprechend verwundert auch im Fall der XBox, wie gegen die Homebrew-Coder vorgegangen wird. Auf der anderen Seite: die subventionierte XBox bringt weitaus mehr Leistung mit als ihr Preis suggeriert - solang sie als reine Spielkonsole genutzt wird (und die teuren Titel gekauft werden), geht die Rechnung auf. Frei verfügbare, subventionierte Hardware zieht aber eben die Coder an, die aus der Maschine das Maximum herausholen wollen - die XBox360 ist dabei keine Ausnahme.
Wer Hardware subventioniert und quasi abschottet, ist selber Schuld, wenn sie so bearbeitet wird, daß ihr volles Potential wieder nutzbar wird. Punkt.
man kann linux drauf laufen lassen, gibt im board hier sone cd..