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06. September 2008
Wippit P2P-Musikportal aus Großbritannien schließt die ToreDie Idee von bezahlten Musikdownloads über P2P-Clients ist keinesfalls neuartig. Bezahlte Abonnements, die via P2P Musik verteilen, gibt es bereits seit einiger Zeit. Einer dieser Dienstleister hat nun nach acht Jahren die Pforten geschlossen, da man sich außerstande sah, weiterhin auf dem Markt existieren zu können. Sollte man es als Warnung betrachten, oder als Zeichen dafür, dass die Zeit für diese Art von Portalen nun endlich reif ist? Das Unternehmen, das als eines der ersten legalen digitalen Musikvertriebe in Großbritannien startete, konnte auf einen großartigen Start zurückblicken. Dabei versuchte man immer wieder neue Freiräume für die Entwicklung ihres P2P-gestützten Vertriebssystems zu schaffen. Unter anderem erreichte man Werbepartner wie EasyJet, Evening Standard, Motorola und viele weitere, bis man es schließlich sogar schaffte, mit EMI und Warner ins Gespräch zu kommen. Kurze Zeit später bot man auch Tracks der Majors an, jedoch mit DRM. Nach über acht Jahren harter Arbeit steht Wippit nun vor dem Ende. Ein Sprecher des Unternehmens äußerte sich zur Geschäftsaufgabe äußerst gefasst: "Einen legalen All-you-can-eat P2P Service für Musik zu starten, lange bevor der iPod nebst zahlreicher weitere Innovationen überhaupt angekündigt war, hat Wippit zu einem Pionier seiner Zeit gemacht, der wohl oder übel das Opfer seiner eigenen Visionen und seines Optimismus wurde." Vielleicht liegt der Niedergang von Wippit in seiner begrenzen Anzahl an Werken, die den Kunden zur Verfügung standen. Vielleicht lag es aber auch am DRM. Wenn es nach Wayne Rosso, dem ehemaligen CEO von Grokster und Mashboxx geht, liegt das Problem jedoch in völlig anderen Sphären: "Die Wahrheit ist, dass er [Paul Meyers, Gründer von Wippit] das Aushängeschild dafür war, wie man es richtig macht und deshalb wurde er seit Jahren angeschissen. Die Labels wollten unmögliche Vorschüsse, die kein Investor je hätte begleichen können. Dadurch, dass man sich so kompliziert gab, hat man viele Investoren von vornherein vergrault. Es gibt kein Geld für Content-Verkäufe - Man kann die Schuld hin- und herschieben. Was am Schluss bleibt, ist ein Dienstleister der eine wirklich innovative Idee hatte, bei dem es aber am Schluss einfach nicht für den großen Sprung reichte. (Firebird77) (via distorted-loop, thx!) (Bild via wippit, thx!) Verwandte News
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Zitat: Vielleicht liegt der Niedergang von Wippit in seiner begrenzen Anzahl an Werken, die den Kunden zur Verfügung standen. Vielleicht lag es aber auch am DRM. Nunja, also "mit der Zeit gehen" ist etwas anderes, oder...? 020200 am 06.09.2008 15:22
Musikbetriebe sind auch in Mengen maskulin und die Einnahmenquelle bleibt "Single". Aber wenn die Lage so mies ist, wie "Mr.Wippit" sagt, wieso rennt dann Apples Music Store anscheinend so gut? Schattenspieler am 08.09.2008 11:29
besseres Marketing? Habe heute zum ersten mal von Wippit geört... crazynudelsieb am 08.09.2008 16:12
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