Es wäre ihm immer schwerer gefallen, sich auf die Dauer in dieser Angelegenheit zu motivieren. Und weil dieses Filesharing-Tool im Gegensatz zu anderen Clients über einen zentralen Server läuft, hat dies entsprechend fatale Auswirkungen für alle Teilnehmer der Community. Die Firma FrontCode hatte im September 2005 den juristischen Bestrebungen der RIAA folge geleistet und nahm deren Server vom Netz, was für kurze Zeit den völligen Zusammenbruch des Netzwerkes bedeutete. Die Macher von WinMX kapitulierten im Angesicht der Strafen, die ihnen die RIAA angedroht hatte. Technisch gesehen läuft WinMX über einen so genannten Host Caching Server, der eine Liste aktiver IPs - also Teilnehmer - des Netzwerkes beinhaltet. Der zentrale Server übergibt dann diese Informationen an die Clients und macht so eine Kommunikation und einen Datenaustausch untereinander möglich.
Im Forum von WinmxWorld.com gab es schon wenige Stunden nach Bekanntwerden der Downtime einen Workaround für Linux und Windows-User. Mit Hilfe einer Liste von Hosts und einem Autochanger können die User noch immer ohne Server agieren, optimal ist die Lösung allerdings nicht. Einer der Teilnehmer des Forums äußerte sich sehr passend in Bezug auf diese doch sehr spezielle Situation:
"Das Problem was wir jetzt haben ist, dass sich Derjenige zurückgezogen hat, der auch den Server alleine betreute. Andere werden sich der Herausforderung stellen und alles wird bald wieder okay sein. Unser Fehler war wahrscheinlich, sich für so lange Zeit so stark nur auf eine einzige Person zu verlassen. Man weiß nie was man an einer Sache hat, bis sie verschwunden ist."
| 13 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Verbogener am 03.07.2007 23:43:54: |
Claymore am 03.07.2007 23:50:51: |
goblyn am 10.07.2007 16:55:59: |