Windows Live Messenger: YouTube und Google Page Creator zensiert

gullinews am Sonntag, 11.05.2008 12:56 Uhr

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Wie Mitglieder vom Google Blogoscoped Forum gestern und heute berichteten, werden aktuell alle Nachrichten im Windows Live Messenger blockiert, die unter anderem auf Links von YouTube oder den Google Page Creator hinweisen. In der langen Liste der betreffenden Begriffe befindet sich auch der Service von Tinyurl, der britische Ableger von Lycos und alle möglichen Nachahmerseiten bezüglich des Messengers. "Orbit", der eigene TV-Dienst von Microsoft befindet sich im "Early Beta" Status, nach Ursachen für die Zensur von YouTube muss also nicht lange gefahndet werden.

Orbit, der eigene Dienst, der TV-Empfang im Live Messenger implementieren soll, steht offensichtlich kurz vor dem Abschluss. Anders kann man es sich nicht erklären, warum Microsoft mal wieder so scharf gegen die Konkurrenz schießt. Der Google Page Creator (GPC) ist dem hingegen ein Online-Tool zur einfachen Erstellung von Websites, alle weiteren Links von Google funktionieren aber bislang. Auch wenn sich dieser Service noch in einer frühen Testphase befindet, man scheint auch hier den Konkurrenten aus den hauseigenen Clients aussperren zu wollen.

Im Allocinit Blog findet sich eine endlos wirkende Liste aller Begriffe, die vom Live Messenger nicht an die Empfänger übermittelt werden. Update: Wie unter anderem die Macher der Website "I started Something" berichten, zumindest die YouTube-Links funktionieren wieder, der Page Creator von Google ist beim Live Messenger aber scheinbar noch immer unter Beschuss.

Wer angesichts des mangelnden Datenschutzes zahlreicher Anbieter noch nicht aufgewacht ist, vielleicht reicht eine solche Ankündigung, um zu erkennen, dass die Zeit für einen Wechsel zu einem Anbieter reif ist, der weder die Mitschnitte der Unterhaltungen versucht kommerziell auszuschlachten, noch dass dieser Begriffe oder Links zensieren würde. Man tritt mit Unterzeichnung der ABGs bei ICQ, MSN, Yahoo & Co. alle Rechte an den eigenen Texten ab, die man dort schreibt. Die uneingeschränkten Nutzungsrechte dieser Anbieter gehen sogar so weit, dass die Firmen die selbst geschriebenen Gedichte sammeln und als Buch herausbringen könnten. Wer das selbst tun will, kann durchaus verklagt werden, wenn der Inhalt des Buches zuvor über einen Client der kommerziellen Anbieter ausgetauscht wurde.

Missi hat bezüglich der Einrichtung und Pflege eines Accounts beim Dienst Jabber ein gutes, leicht verständliches Tutorial verfasst. Accounts gibt's bei Jabber.org oder zum Beispiel beim Server des CCC.

(Via GoogleWatchBlog & Google Blogoscoped, thx!)

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15 Reaktionen aus dem gulli:Board

Jkazama am 12.05.2008 18:59:29:
Man tritt mit Unterzeichnung der ABGs bei ICQ, MSN, Yahoo & Co. alle Rechte an den eigenen Texten ab, die man dort schreibt. Gilt das nur wenn man den original Microsoft Msn Client benutzt, oder auch, wenn man nur das Protokoll (durch andere Programme wie Trillian, Pidgin, etc) benutz...

KuPo-the-first am 13.05.2008 13:24:38:
Ich denke, schon, weil die Pager ja im prinzip alle gleich funktionieren und sich eine genauso große beleibtheit erwünschen wie msn,icq & co. daher würde ich sagen, das auch wenn man bei Trillian,Miranda etc. die AGB "unterschreibt" , man seine texte und nachrichten "verkauft" und dem Anbieter ...

Anwendername am 18.05.2008 23:56:33:
Jkazama, du bist ein richtiger Troll! Natürlich stimmst du den AGBs zu und du brichst sie auch in einem Atemzug, wenn du einen anderen Cliente für ein Protokoll benutzt, welches eigentlich nur für den "hauseigenen Clienten" bestimmt ist. Lesen hilft, denken auch! [url=http://www.abload.de/image...

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