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17. August 2007
Wikipedia Unternehmen manipulieren InhalteIn der Wikipedia-Community sind schwere Vorwürfe gegen verschiedene Unternehmen, Behörden und Organisationen laut geworden. Für die Agierenden kritische Passagen in Beiträgen der Online-Enzyklopädie seien absichtlich gelöscht oder verändert worden, heißt es in einem Pressebericht. Zu den Firmen, die in die Kritik geraten sind, sollen laut Angaben von Radio Köln unter anderem Wal-Mart, Disney, Sony, die britische Labour-Partei, der US-Geheimdienst CIA und der Vatikan gehören. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein Beitrag über das Neuroleptikum Seroquel wurde dahin gehend verändert, dass Hinweise auf das mögliche Auftreten von Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken bei Jugendlichen im Wikipedia-Beitrag entfernt wurden. Die bei der Änderung protokollierte IP des „Korrektors“ weist aufgrund des IP-Adressbereiches auf einen Mitarbeiter des Pharmaherstellers AstraZeneca hin. Auch dem Chemiekonzern Dow Chemical und dem Ölunternehmen Exxon-Mobil werden von Seiten der Wikipedia-Community Manipulationen der Texte vorgeworfen, die wahrscheinlich im Nachhinein folgenschwere Unglücke verschleiern sollen. In eingeweihten Kreisen gibt man sich wenig überrascht und definiert dieses Phänomen als den sogenannten Wiki-Vandalismus. Das Magazin Wired hatte bereits zu Beginn dieser Woche über die Software des Studenten berichtet. Diese bringt jetzt lediglich das ans Tageslicht, was viele Personen schon seit langer Zeit vermutet oder befürchtet haben. Verwandte News
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