Nach dem Wiki-Prinzip können sich alle Leser beteiligen und Geheimdokumente, die sie besonders dringend veröffentlicht sehen wollen, auf die Liste setzen (das Editieren geschieht anonymisiert, um das Risiko zu minimieren). So hofft Wikileaks, die Geheimdokumente oder Berichte zu finden, die von Journalisten, Aktivisten, Historikern, Rechtsanwälten, Polizisten oder Menschenrechtskommissaren am dringendsten gesucht werden.
Bei der Nominierung gibt es einige Richtlinien zu beachten. Dokumente müssen politische, diplomatische oder historische Bedeutung haben, und es muss feststehen, dass sie existieren oder zumindest existiert haben. Zudem sollten es Dokumente sein, an die ein "motivierter Insider oder Outsider" eine Chance hat, heranzukommen. Außerdem sollte man seine Nominierung so präzise wie möglich formulieren.
Schon jetzt sind einige sehr interessante Dokumente nominiert. Von großem Interesse scheinen Aufzeichnungen (Fotos und Videos) von der Misshandlung Terrorverdächtiger durch die US-Regierung und entsprechende Memos zu sein. Auch weitere Informationen über die durch die chinesische Netzzensur gefilterten Seiten, neben den von Wikileaks bereits veröffentlichten Informationen beispielsweise über die Suchmaschine Baidu, stehen bereits auf der Wunschliste. In Deutschland sind vor allem die geplanten Netzsperren Thema: Sowohl die Sperrliste selbst als auch die Verträge zwischen dem BKA und fünf großen Deutschen ISPs, die, angeblich aus Copyright- und Sicherheitsgründen, zurückgehalten werden (gulli:news berichtete) fanden bereits ihren Weg auf die "Most Wanted"-Liste. (Annika Kremer)
| 3 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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zEeoN am 15.05.2009 05:25:56: |
Hendrixson am 15.05.2009 12:58:35: |
baummuetze am 15.05.2009 16:35:38: |