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02. Juni 2008

Werbetafeln Gezielter werben durch Kameras

In Sachen Werbung ist es ein maßgeblicher Faktor, wie gezielt und in welcher Weise diese an den Mann gebracht wird. Im Internet und Fernsehen gestaltet sich das Anzeigen für eine bestimmte Zielgruppe wesentlich einfacher als auf Werbetafeln. Eine Gruppe von Wissenschaftlern arbeitet momentan an einem neuartigen Konzept der Werbegestaltung im realen Leben. Dank einer integrierten Kamera soll die dargestellte Anzeige variieren und individuell auf den möglichen Kunden zugeschnitten werden.

Eine klassische Litfaßsäule liegt hinsichtlich ansprechender Werbung wahrlich nicht im Trend der Zeit. Einem Forschungsteam ist es gelungen, dass diese altmodische Art zu Werben bald der Vergangenheit angehören könnte. Ihre Zukunftsvision ist es, die klassischen Werbetafeln mit einer kleinen Kamera zu versehen.

Diese soll dann einige Details über die vorbeigehenden Personen ermitteln. Dazu gehört das ungefähre Alter, das Geschlecht und wie lang die jeweilige Werbung betrachtet wird. Die gesammelten Daten werden sodann an eine zentrale Datenbank geleitet und von dort aus ausgewertet. So mancher Datenschützer mag hierbei zunächst einmal die Stirn runzeln. Der Hersteller gab jedoch bekannt, dass keine aussagekräftigen Bilder der Konsumenten gesichert werden. Die Privatsphäre stelle nach eigenen Aussagen kein Problem dar. Hinter den Kameras steckt eine Software, die automatisch ermittelt, wenn jemand vor einer Werbetafel steht. Dann wird versucht das jeweilige Alter des Betrachters zu ermitteln.

Als Ziel setzt sich das Unternehmen rund um die neue Art des Werbens, dass bald schon einer europäischen Frau im mittleren Alter eine andere Werbung gezeigt wird als einem asiatischen Teenager. Noch ist die Stimmung bei den Datenschützern relativ ruhig, denn die Technik ist einfach noch zu jung. Paolo Prandoni, der Chef des französischen Herstellers Quividi dazu: "Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Wir haben nicht vor die Daten ewig zu speichern. Sie sollen uns lediglich dazu dienen, konkreter Werben zu können." Eigentlich müsste doch jeder hellauf begeistert sein, wenn er die Werbung sieht, die ihn angeblich auch interessiert. Tja, eigentlich ...

(via cnet.com, thx)

  • 11 Kommentare zum Artikel
  • Wer sich die Dinger schonmal vorab anschauen will: http://www.youtube.com/watch?v=nQbVD5hlddk Ist es tatsächlich theoretisch möglich ein Auge durch das geschlossene Lid zu scannen? Klingt auf jeden Fall nach ner Marktlücke.^^

    ad absurdum am 02.06.2008 18:34
  • Zitat: Der Hersteller gab jedoch bekannt, dass keine aussagekräftigen Bilder der Konsumenten gesichert werden. Klar, braucht man ja auch nicht. Über die biometrischen Daten weiss man ja eh, wer davor stand. Und irgendwann ist dann alles vernetzt, und man hat über die Werbung die Überwachungskameras überall stehen. Und das ganze Werbung wird auch noch über unseren Geldbeutel finanziert. Denn es ...

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