gullinews am Mittwoch, 06.08.2008 16:26 Uhr
Der 47-Jährige nutzte einen Trojaner, um Computernutzern und vermutlich vor allem Computernutzerinnen zuzuschauen, wie sie nichts ahnend an ihrem Rechner saßen. Nachgewiesen werden konnte dem Computertechniker, dass er eine 17-Jährige in ihrem Schlafzimmer beobachtet hat. Er machte Fotos und versuchte das Mädchen zu erpressen. Seine Forderung war, dass sie nackt vor der Kamera posieren sollte, da er sonst die existierenden Aufnahmen an ihre Freunde und Bekannten versenden würde.
Anstatt auf diese plumpe Erpressung einzugehen, meldete die 17-Jährige den Vorfall der Polizei. Diese konnte den Voyeur identifizieren und verhaften. Vier Jahre Haft ist das Ergebnis, da er sich nicht nur unberechtigt in den Computer gehackt hat, sondern auch noch den Tatbestand der Erpressung erfüllt.
Dieses Beispiel zeigt, wie einfach man unbemerkt Opfer eines Hacks werden kann. Da die meisten Laptops heutzutage mit Webcam ausgestattet sind, und man keine visuelle oder haptische Kontrolle über das gesehen hat, sollte man sich überlegen, die Kamera vielleicht standardmäßig zu versiegeln oder abzustellen, bevor man einen Service wie ProComb nötig hat und zusätzlich seine biometrischen Daten der Firma überlassen muss. Auch keinen Schutz hat man vor eingebauten Mikrofonen, die leider auch meist standardmäßig verbaut werden und auch hardwareseitig nicht abgestellt werden können. Der größte Trojaner heutzutage sind die modernen Computer an sich. (020200)
(via Register)
| 25 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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snity am 07.08.2008 10:19:51: |
DasFragezeichen am 07.08.2008 10:47:33: |
MrLiNk am 07.08.2008 11:08:14: |