Die Macher des Films Web2.0 haben gestern eine erste Version ihrer deutschsprachigen Dokumentation über die Blogosphäre veröffentlicht. Die Dokumentation zeigt Bilder vom "BarCampBerlin2" vom November letzten Jahres und erläutert, was eine Unkonferenz ausmacht. Warum sollen die Teilnehmer selber einen Vortrag halten, anstatt dort nur die Arbeit Dritter zu konsumieren? Was machen die heutigen Firmen-Start-ups im Vergleich zur "New Economy"-Bewegung in den 1990ern aus? Wie könnte Web 3.0 in ein paar Jahren aussehen?
Blogger Oliver Gassner erklärt unter anderem, warum es so wichtig ist, dass Blogger immer wieder auf strittige Themen hinweisen, die sonst drohen von den Journalisten der Massenmedien ignoriert zu werden. Selbst wenn es nur wenige Blogger in Deutschland gäbe, reicht das seiner Meinung nach immer noch aus, um Journalisten solche Themen aufzuzeigen, damit sie diese in ihren Kanälen verarbeiten und verbreiten können.
Aber Web 2.0 geht über die reine Bloggerszene hinaus, damit ist auch eine neue Welle von Unternehmensgründungen gemeint. Das Filmteam zeigt Aufnahmen von den Räumlichkeiten des Gesundheitsportals imedo.de, von deutsche-startups.de, auch dem T-Shirt Hersteller Spreadshirt wird ein Besuch abgestattet. Es gibt zwar zahlreiche neue Ideen, die ständig umgesetzt werden, man warnt aber vor zu viel Euphorie. Einige der neuen Unternehmen werden auf Dauer leider auf der Strecke bleiben, weil die Finanzmittel drohen auszugehen oder das Konzept von Anfang an nicht gänzlich ausgereift war. Peter Schüpbach vom Schweizer Ableger des studiVZ stellt infrage, ob es wirklich zu einer so deutlichen Ernüchterungsphase der Start-up-Firmen kommen wird. Er ist eher von einer Bereinigung des Marktes überzeugt und glaubt, es wird immer wieder Nischen geben, wo sich neue Firmen mit Erfolg positionieren können.
Gezeigt werden unter anderem auch Impressionen der Web 2.0 Expo. Der Erfinder des Begriffes Tim O'Reilly spricht über den kometenhaften Aufstieg von Firmen wie Yahoo!, eBay, Google etc. Oliver Gassner wagt einen Blick in unser aller Zukunft, in der alle Gebrauchsgegenstände mit zahlreichen Computerchips ausgestattet sein werden. Wie Web 3.0 wirklich aussehen wird, vermag weder der Film, noch einer der Interviewpartner auszusagen.
Entstanden ist der Film an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Studenten des Studiengangs Medienwirtschaft haben ihn im Verlauf des Wintersemesters 2007/2008 realisiert. Sehr bald soll eine komplett ruckelfreie Version des Videos online gestellt werden, die erste Vorabversion eignet sich aber absolut für einen Ausflug in diese Thematik.
Link: sevenload.com
Video: Web 2.0, der Film
... Web 2.0 der Film in Version 1.0. Nicht im Kino sondern natürlich online und auf Sevenload. Möchte ich euch nicht vorenthalten und bin erstmal gespannt auf die ersten 35 Minuten. Response bitte auf dem Web2null-derfilm Blog Link: sevenload.comvia Ditt ...
Man, der Film ist ja grottenlangweilig. Die erzählen da doch nichts neues.
Mir gefällt der letzte Teil nicht, wo es um Web3.0 geht. Die Mobilität ist ja was feines, aber das Beispiel mit dem "warum komuniziert mein Handy nicht mit meinem Rechner?" lässt bei mir nur die Gedanken des Missbrauchs durch Hacker oder die Folgen von Viren durch den Kopf sausen. Und das mit dem Einkaufszättel - da frage ich mich ob das wirklich nötig ist.