gullinews am Donnerstag, 18.09.2008 21:59 Uhr
In anderen Worten drückte es O'Reilly folgendermaßen aus: Er glaubt, dass das "Web 2.0" wieder in einer Blase gefangen ist. Diesmal aber sei es aber keine Investitionsblase, sondern eine Realitätsblase. Es fehlt einfach Substanz und Sinnhaftigkeit bei fast allen Onlineapplikationen. "Da gibt es Probleme wie globale Erderwärmung, Bedeutungsverlust der Wissenschaften, die Schere zwischen Arm und Reich, die immer größer wird. Und woran arbeiten die besten und hellsten Köpfe?", und zeigte auf eine Facebook-Applikation, bei dem man Schafe auf seine Freunde werfen kann."Seht ihr hier ein Problem?" und zeigte abermals auf eine andere Applikation "iBeer", bei der man auf dem iPhone virtuell ein Bier trinken kann."Ihr solltet euch fragen, ob ihr wirklich an den richtigen Problemen arbeitet."
Er beklagte den Mangel an Ideen und Geschäftsmodellen. Viele der Applikationen seien immer noch ausschließlich auf ein werbebasiertes Konsumentenmodell ausgerichtet, das sich immer weiter von der Realität entfernt. Er sagte weiter, dass er daran glaubt, dass Unternehmen die Welt ändern können und zeigte einige Beispiele von Webprojekten, die sich in sozial und politisch engagierten Bereichen bewegten, unter anderem auch Google.org. Man sollte im Internet nicht den gleichen Fehler machen, wie an der Wall-Street, so O'Reilly. Dort sind die Unternehmen mehr Wert, als sie erzeugen. Auch erinnerte er erneut, an die "ökologische Herausforderungen". Obwohl der Kern von O'Reillys Kritik richtig zu sein scheint, bleibt zu fragen, inwiefern er versucht, einen aktuellen amerikanischen Trend - das neue ökoligische Bewußtsein - zu forcieren, beziehungsweise diesen Trend unter Webentwicklern zu schüren. Werden zukünftige "Web 2.0"-Projekte nun sozial engagiert und ökologisch korrekt sein? (020200)
(via Cnet)
| 4 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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don_jan am 19.09.2008 10:57:04: |
Affe_mit_Waffe am 19.09.2008 14:47:05: |
John08 am 19.09.2008 17:09:05: |