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07. Dezember 2007

Wasserzeichen in Filmen Mitsubishi will Camripper und Kinos identifizieren

Robuste Wasserzeichen, die auch Camripping und Neuencoding von Bild- und Videodateien überstehen sollen, werden mit gewisser Regelmäßigkeit angekündigt. Nach längerer Pause an der Wasserzeichenfront wagt sich nun der japanische Sender NHK zusammen mit Mitsubishi an die Öffentlichkeit. Ob abgefilmt, im TV aufgenommen oder sonstwie gespeichert: die "hochdetaillierten elektronischen Signale", die eingebettet wurden, sollen all das überstehen.

Ein Versprechen, welches bereits externer Link in neuem Fenster folgtPhilips oder externer Link in neuem Fenster folgtVerance machten. Faktisch sind Identifikationen via Wasserzeichen bisher nur im Fall der Screener für externer Link in neuem Fenster folgtOscar-Juroren erfolgt.

Und diese sind nur in kleiner Auflage verbreitet worden, darüber hinaus wurden die einzelnen DVDs mit individuellen Wasserzeichen markiert. Ein aufwändiges Herstellungsverfahren, welches indessen auch bei der neuen Technik von Mitsubishi zur Anwendung kommen soll. Denn selbst das jeweilige Kino, in dem ein Camrip abgefilmt wurde, soll mit der neuen Technologie identifizierbar sein. Was bedeutet, dass jede Kopie eines Kinofilms individuell markiert werden müsste.

Wie es um die Beständigkeit der "elektronischen Signale" bestellt ist, steht ebenfalls auf einem anderen Blatt. Versprochen wird eine mögliche Identifikation der Quelle, selbst wenn nur Teile des Bildmaterials released werden. "Automatische Software" soll zukünftig gar das Internet selbständig nach entsprechend markierten Medien scannen können.

Wie immer bleibt offen, wie so etwas beispielsweise bei gepackten und verschlüsselten .rar - Dateien funktionieren soll. Und betrachtet man die bisherigen Versuche solcher eindeutiger Markierungen, schleicht sich der Verdacht ein, dass eine Technik entwickelt wurde, die mit den Realitäten des Internet nur wenig zu tun hat. Mit ein wenig Glück findet sich jedoch vielleicht ein Studio, welches bereit ist, für die Technologie ein paar Dollar zu zahlen. Ob sie dann zur Anwendung kommt, und vor allem, ob sie dann auch tatsächlich funktioniert, wird wie immer auf einem anderen Blatt stehen.

  • 16 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von Kademlia  Wenn sies wirklich verstekcen wollen dann fangen sie früher an: jew angepasste manipulation von eh immer vorhandenen Animationseffekten (z.b. Animierte Schneeflocken) die jew. pro Kopie anders Fallen. Aber das is denen eh zu aufwendig. Die wolln was was nachdem der film fertig is noch funzt. entweder hab ich was falsch verstanden oder: das ich nich lache... die ...

    Ballamann am 08.12.2007 14:22
  • Mitsubishi sollte besser für seine Autos EFH-Schalter entwickeln, die nicht auseinanderfallen, und Brillenfächer, die nicht dem Fahrer alle paar Kilometer ins Gesicht schlagen.

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