Langsam aber sicher verdichten sich innerhalb der deutschen Warezszene die Gerüchte, wie die Vorarbeiten zu der umfangreichen Großrazzia letzte Woche vonstattengegangen sein müssen. Es ist die Sprache von der Weitergabe interner Informationen von zwei 'hilfsbereiten' Admins, die bereits im Verlauf der Operation Boxenstopp aufgeflogen sein sollen. Dazu kommt die alt bekannte Vorgehensweise, einen schnellen ftp-Server für deutsche Szener aufzustellen und schlicht und ergreifend darauf zu warten, bis sich genügend unvorsichtige Mitglieder der Release-Szene mit samt ihrer IP dorthin verirrt haben.
Manche Szener konnten der Verlockung einer Dumpsite inklusive einer bombigen Anbindung ans Netz offensichtlich nicht widerstehen. Sie wurden für ihre Gier nach einigen Monaten Verzögerung durch die Recherchen ihrer Verfolger bis ins Mark bestraft. Nachdem genügend Informationen und Adressen zur Verfügung standen, schlug man in ganz Westeuropa in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Köln zu. Natürlich traf es unter anderem zunächst die Gruppen, die den getarnten Ermittlungs-Server zum Headquarter der eigenen Group erkoren hatten. Das von der GVU gestreute Gerücht, die Gruppe Lightforce hätte ihre Tätigkeit vorerst eingestellt, scheint sich tatsächlich zu bewahrheiten. Die ursprünglich aus dem Umkreis von Berlin und Brandenburg stammende Gruppe war anfangs primär auf dem Commodore Amiga aktiv. Als der Markt dieses Computers kollabierte, kamen später diverse illegale Veröffentlichungen von Spielen des Gameboy, GBA, PSP, Xbox, PS2 und dem Nintendo DS hinzu. Die ehemalige Domain der Gruppe lightforce.net bietet ihren Besuchern schon lange keine eigenen Inhalte mehr an.
Gegenmaßnahmen
Auch sollten mehr Verantwortliche dieses Sektors versuchen das Leaken von Warez auf dubiose Sites zu unterbinden. Würden alle Veröffentlichungen der Szene im eigenen Kreis bleiben, gäbe es auch kein öffentliches Interesse an deren Verfolgung. Da fast alles in kürzester Zeit via Filesharing etc. verbreitet wird, hat die GVU auch Grund genug, warum sie so intensiv gegen die Urheber der Warez vorgeht. Das Problem ist allerdings: Bei so vielen unterschiedlichen Verbreitungsmöglichkeiten ist es leider total unmöglich die Software dort lokal einzuschließen, wo sie herkommt und wo sie hingehört, nämlich in der Szene!
Zugeben muss man allerdings, die GVU hat die deutsche Szene durch ihre Hausdurchsuchungen empfindlich getroffen. Anders sind die DDoS-Attacken mit fünf Millionen Aufrufen pro Minute nicht zu erklären. Durch die massive Überflutung wurde eine GigaBit-Leitung der GVU lahmgelegt, dies beeinträchtige gleich mehrere Server. Bis heute werden die Besucher der Website zu gvu-online.de umgeleitet. Wer auch immer hinter diesen Angriffen steckte, wusste sehr genau, was er tut. Das hinter dieser Angriffswelle steckende Bot-Net hat gigantische Ausmaße.
Zitat: Zitat von GiveMe-5 passend zum thema hier n kleines nettes t00l :-) 1.) kein Linux 2.) keine Zeit 3.) hier nicht erlaubt Cu Verbogener
... aber Me™ hat recht: Zur Zeit produziert das Oktoberfest eindeutig mehr Leichen als der Ammersee