gulli: Wahlcomputer: Kritischer Fehler in Diebold-Software führt zu "verlorenen Stimmen"

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23. August 2008

Wahlcomputer Kritischer Fehler in Diebold-Software führt zu "verlorenen Stimmen"

Die in insgesamt 34 Staaten der USA eingesetzten Wahlcomputer der Firma Premier Election Solutions (früher Diebold Election Systems) weisen gravierende Programmfehler auf. Das räumte das Unternehmen ein, nachdem die Wahlergebnisse in Ohio angezweifelt wurden. Ein Softwarefehler könne dazu führen, dass Stimmen "verloren" gehen.

Dieser schwerwiegende Softwarefehler, der vor allem in großen Wahlbezirken auftauchen soll, existiert nach Angaben eines Unternehmenssprechers bereits seit zehn Jahren. Die elektronische Übertragung der lokal berechneten Wahlergebnisse an eine zentrale Datenbank führte in einigen Fällen zum Verlust von Stimmen. Der Hersteller der Wahlgeräte hält sich dennoch nicht für den Fehler verantwortlich. Vielmehr führe die Antivirus-Software, die der Staat Ohio auf seinen Computern installiert, zu diesem Fehler. Man sei allerdings zuversichtlich, dass sämtliche Wahlvorstände den Fehler rechtzeitig bemerken, wenn sie nach dem Wahlvorgang ihre eigenen Zählungen mit den Daten aus der zentralen Datenbank vergleichen.Bereits im vergangenen Jahr wurden bei Untersuchungen der Wahlgeräte erhebliche Mängel festgestellt. Alle fünf in Ohio eingesetzten Wahlcomputer-Systeme seien auf verschiedener Art und Weise manipulierbar. Dennoch sei den Geräteherstellern noch kein Fall von Wahlmanipulation bekannt gewesen. Nur wenig später wurde allerdings bekannt, dass 2006 bei einer Wahl in Ohio die Vorschriften zum Schutz vor Wahlbetrug massiv missachtet worden waren. Immerhin setzen einige Staaten bei den Präsidentschaftswahlen 2008 wieder verstärkt auf Papierwahlen. Zwei Drittel der Stimmen sollen dabei auf Papier gemacht werden, die dann jedoch computergestützt ausgewertet werden sollen. Falls der Verdacht auf Wahlmanipulation vorliegt, kann man so allerdings die Stimmen noch einmal per Hand nachzählen, was bei reinen Computerwahlen nicht möglich ist.

 

Who did your voting machine vote for?

(Bild via flickr.com, CC-BY-ND)

(via Washington Post, thx!)

  • Zitat: Zitat von Fo0L  So ein Wahlprogramm kann ja wohl jeder drittklassige Programmierer fehlerfrei schreiben Ich versteh nicht was daran so schwer sein kann, dass es immer und immerwieder nicht klappt. man kann nie zu 100% fehlerfrei programmieren. soweit ich das sehe gibt es keine software welche komplett bugfrei ist. die fehlerquelle bei den wahlmaschinen liegt ja im austausch der daten mit ...

    Wandang am 23.08.2008 17:17
  • Zitat: Zitat von Wandang  man kann nie zu 100% fehlerfrei programmieren. soweit ich das sehe gibt es keine software welche komplett bugfrei ist. Kann man. Die Software auf meinem Taschenrechner ist zu 100% fehlerfrei.

  • was kann man nur so falsch daran machen? 2 auswahlen wenn a getroffen a+1 und schlussendlich ergebniss übermitteln xD

  • Zitat: Zitat von safd  was kann man nur so falsch daran machen? sich erheben und zu sagen wir wollen papier wahlen

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