gulli: Vorsicht, Paranoide: Alternative RFID-Chips durch Alufolie auslesbar

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13. Juni 2006

Vorsicht, Paranoide Alternative RFID-Chips durch Alufolie auslesbar

Wer dachte, mit dem Aluhut der Wahl vor hirnstromauslesenden Aliens, lauschenden Geheimdiensten und Überwachung der kommenden RFID-Schnüffelchips sicher zu sein, sollte sich über RuBee informieren: die Alternative zur radiofrequenzbasierten RFID-Technologie ist auch durch Metallabschirmungen drahtlos auslesbar.

Auch unter "erschwerten Bedingungen" seien die aktiven Transceiver auslesbar, mit weit besseren Lesequoten als RFID-Funkchips, die in Bälde beispielsweise Strichcodes für die Warenlogistik ersetzen sollen, aber auch in umstrittenen Überwachungstechniken wie den neuen, elektronisch auslesbaren Ausweispapieren zum Einsatz kommen sollen.

Auch durch Metalle und Flüssigkeiten können Lesegeräte mit den RuBee-Chips kommunizieren. Einsatzgebiete sehen die Entwickler vor allem in der Warenlogistik und beim Militär. Dass sich der FoeBud in näherer Zukunft eine Alternative zur Metallschutzhülle für den Reisepass ausdenken muss, bleibt damit vorläufig überflüssig. Die Alurolle als Universaltool für Paranoiker dürfte dennoch in nächster Zeit an Attraktivität einbüßen, nachdem bereits die Schutzwirkung vor Gedankenkontrolle durch Aluhüte letztens widerlegt wurde.

Hauptnachteil der Technologie: langsame Leseraten, was den großflächigen EInsatz mit zahlreichen RuBee-versehenen Gegenständen unattraktiv macht. John Stevens, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für den IEEE-Standard 1902.1, der RuBee beschreibt:

"Wir werden nie Rasierklingen oder Aspirinschachteln überwachen. Handys werden wir machen, oder Drucker. Wir werden Dinge überwachen, die ein wenig mehr Wert besitzen."

RuBee schafft ungefähr 10 Lesevorgänge pro Sekunde, je nach RFID-Frequenzbereich schaffen die Radiochips 10- bis 20-mal mehr.

  • 10 Lesevorgänge pro Sekunde... warum dann nicht in Pässen(statt RFID)... oder rennen da 10 Leute pro Sekunde durch die Kontrolle?!?!

    davidflo am 14.06.2006 19:37
  • Es kommt dabei denke ich darauf an, wie die Alufolie um den Chip gewickelt wird. Es muss ein perfekter Faradayscher Käfig entstehen, dann ist es schon rein physikalisch unmöglich, dass dort ein Funksignal rausgeht. Also am Besten eine Blechbüchse/dose, welche mit einem gut schließendem Deckel versehen ist, verwenden. Dann sollen sie mal versuchen das auszulesen, VIEL SPASS!

    RFID Leser am 21.06.2006 01:21
  • Zitat: Zitat von RFID Leser  Es kommt dabei denke ich darauf an, wie die Alufolie um den Chip gewickelt wird. Es muss ein perfekter Faradayscher Käfig entstehen, dann ist es schon rein physikalisch unmöglich, dass dort ein Funksignal rausgeht. Also am Besten eine Blechbüchse/dose, welche mit einem gut schließendem Deckel versehen ist, verwenden. Dann sollen sie mal versuchen das auszulesen, VIEL ...

    Verstrahlter am 21.06.2006 04:54
  • Da braucht es mehr als Alufolie, eher Blei so 70 cm dick, zusätzlich noch ein Eindämmungsfeld aufbauen und die Frequenzen mit Gegenschwingungen blocken.

    prepassenger am 21.06.2006 11:03
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