gulli: Vorsicht beim XBox-Zocken: Amok-Sprüche könnten Knast bedeuten
14. Dezember 2007

Vorsicht beim XBox-Zocken Amok-Sprüche könnten Knast bedeuten

Ein "Ich schieß die Schule zusammen", geäußert über Headset bei Call of Duty 4 könnte einen 19jährigen Schüler aus West Virginia in den Knast bringen. Nachdem ein Mitspieler den Spruch an die Polizei weitergeleitet hatte, wurden Ermittlungen eingeleitet, in deren Verlauf die Schule vorläufig geschlossen und der Gamer in Handschellen vom Campus abgeführt wurde.

Bis zu einem Jahr Knast und 5.000 Dollar Geldstrafe drohen nun - wenngleich von einer Bedrohung offenbar keine rede sein konnte. Die Durchsuchung der Räumlichkeiten des Schülers brachten - Überraschung! - keine Waffen oder andere bedenklichen Fundstücke zutage, Vorstrafen sind ebensowenig bekannt. Der Schüler betonte bei der Vernehmung, nur einen Scherz gemacht zu haben und mitnichten seine Drohung wahr machen zu wollen.

Nichtsdestotrotz wurde die "bedrohte" Frostburg State University externer Link in neuem Fenster folgtumgehend geschlossen, bis zu 40 Polizeibeamte sicherten die Lage. Auf den 19jährigen wartet nun eine gerichtliche Vorladung, auf der eine möglicherweise folgende Gerichtsverhandlung anberaumt wird.

Insofern: keine schlechten Witze beim Killerspielespielen machen! Und außerdem: Auch Karaoke-Versuche über das Lautsprechersystem einer Schule sind eine externer Link in neuem Fenster folgtganz schlechte Idee - selbst wenn man zur Schulaufsicht gehört. Eine Lehrerin einer Schule in Connecticut wurde von mehreren Polizeibeamten mit Hunden gerettet, nachdem sie sich in einem Klassenzimmer verbarrikadiert hatte. Der Grund: zwei Schüler, von denen einer der Schulaufsicht angehörte, spielten Karaoke über die Lautsprecheranlage der Schule. Guns 'n Roses "Welcome to the Jungle" mit der Songzeile "You're in the Jungle Baby - you're gonna die!" kann offenbar als Morddrohung aufgefasst werden.

Die verängstigte Lehrerin wurde befreit, die beiden Schüler bekamen ebenfalls Handschellen angelegt. Aber immerhin: in diesem Fall folgt kein Verfahren. In diesem Sinne: bei scherzhaften Morddrohungen Karaoke statt Killerspiel zum Anlass wählen. Geldbeutel und Vorstrafenregister werden es danken.

  • 43 Kommentare zum Artikel
  • Deppen, jetzt darf man nicht einmal mehr sagen was man will ohne abgeführt zu werden... Ade, Freiheit!

    Project_2501 am 16.05.2008 13:46
  • Das macht mich wütend. Aus Frust geh ich jetzt meine 15-Kind-starke, unterm Keller gefangene jüdisch-antisemitische Inzucht-Bombengürtelarmee mit Absichten das dritte Reich durch Karikaturpropaganda und rechtsradikalen Sprüchen an Klowänden wiederzubeleben mit diversen Drogen vollpumpen. Dabei hab ich mich schon damit abgefunden, dass es absurder nicht mehr geht.

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