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18. Mai 2008

VoIP Telefonie mit Sicherheitsproblemen

Bei ungesicherten Telefonaten über das Handy oder VoIP-System ist höchste Vorsicht geboten. Besonders bei der Verwendung des weit verbreiteten Handystandards GSM ist es möglich, den Standort des Anrufers ausfindig zu machen. Mit etwas mehr Aufwand sei es sogar möglich Telefonate direkt abzuhören. Durch die zunehmenden günstigen Handy-Flatrate Angebote und die entdeckten Sicherheitslücken ist die Zukunft von VoIP fraglich.

Neben Kreditkarten-Details kann man bei diversen Händlern im Internet auch geknackte Accounts für die Internet-Telefonie erwerben.

Überraschend ist jedoch, dass die Preise dafür im Durchschnitt höher sind als für Bankdaten. Auf diesem Schwarzmarkt sind schon für nur 12 US-Dollar Kreditkartendetails zu haben. Ein Kunde muss mindestens 5 US-Dollar mehr hinlegen, um an VoIP Accounts zu kommen. Die Nachfrage nach diesen Zugangsdetails ist groß und trägt dazu bei, dass ein florierender Schwarzmarkt im Netz entstanden ist.Ein unerlaubter Zugriff ist besonders leicht möglich, wenn Privatanwender ihre Daten unverschlüsselt versenden. Unternehmen haben dieses Problem in der Regel seltener, da sie oft über ausreichende Verschlüsselungsmechanismen verfügen. Der VoIP-Hardware Hersteller "Newport Networks" warnt bezüglich der Sicherheitslücken bei über 90 % aller Anbieter. Durch eine Investition von nur 900 US-Dollar in die Geräte soll es einem potentiellen Angreifer möglich sein, ein gefälschtes Netzwerk zu erstellen und Einsicht in den Netzwerkverkehr zu bekommen. David Hulton hat den Sicherheitsstandard von GSM-Systemen gecrackt. Er äußert sich dazu wie folgt:

"Die GSM-Sicherheit muss zunehmen, oder den Leuten muss bewusst werden, dass man sensible Gesprächsinhalte lieber nicht über GSM ausplaudert. Durch den Einsatz von nur 900 US-Dollar besteht die Möglichkeit alle mobilen Telefone, die mit der Basis verbunden sind, anzuzeigen. Man kann zwar die Telefonate nicht ohne weiteres Mitschneiden, aber auf jeden Fall sehen, wo sich der Telefonierende befindet. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob sich dies noch im Bereich der Legalität befindet."

Der Internet-Telefondienst Skype, welcher sich auch der VoIP-Technik bedient, verschlüsselt voice over ip, security, lacks, voipglücklicherweise die Gespräche. Jedoch verwendet man dafür eigene, für Aussenstehende nicht einsehbare Quellcodes. Aufgrund der proprietären Technik sei es nach Meinung des Experten nicht so leicht möglich, den Quellcode auf mögliche Sicherheitslücken zu überprüfen.

Mit der Zunahme der Handy-Flatrates, die eine kostengünstige Möglichkeit zum Telefonieren ins Festnetz oder Mobilnetz bieten, ist es fraglich, ob VoIP künftig preislich mitmischen kann und ob sich VoIP vom Handy aus für die private Nutzung überhaupt auszahlt.

(Via news.com, thx!)

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