Vista Ultimate: ein ultimatives Ärgernis?

gullinews am Donnerstag, 02.07.2009 18:44 Uhr (Rating: )

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In den USA sind zahlreiche Kunden hochgradig sauer auf Microsoft. Sie kauften für einen erhöhten Preis die Ultimate Edition von Vista, weil man ihnen zahlreiche Extras versprach. Und Windows 7 wird nur für solche Kunden verbilligt angeboten, die freiwillig auf eine kleinere Variante des Betriebssystems umsteigen. Ansonsten wird der volle Kaufpreis für die Ultimate Version von Windows 7 fällig.

Bei den amerikanischen Microsoft-Kunden breitet sich derzeit massiv der Unmut aus. Manche Kunden gaben in Foren an, sie hätten für die teurere Version unterm Strich nicht mehr als ein paar Screensaver, ein Pokerspiel und ein paar andere Kleinigkeiten erhalten.

So richtig ärgerlich wurde es aber erst, als Microsoft ihr System zur Vorbestellung von Windows 7 bekannt gab. Ab dem 11. Juli gibt es für die dortigen Kunden einen saftigen Nachlass für die Vorbestellung, sofern man von Ultimate auf eine der kleineren Versionen von Win 7 wechselt. Wer in beiden Fällen bei der Ultimate Version bleiben will, der zahlt im Gegensatz zu den fetten Nachlässen für die Home Premium oder für Professional die vollen 219 US-Dollar. Und das, obwohl er schon vorher für Vista Ultimate den maximalen Preis aufgebracht hat.

Der Händler John Dabarno aus Montreal sagte offen, der Konzern aus Redmond macht sich die falschen Leute zum Feind. Nach den zahlreichen Pannen und Anfangsschwierigkeiten sollte man die Leute, die die Ultimate Version von Vista erstanden haben belohnen und nicht auch noch bestrafen, findet er. In dem Fall würde man von den Kunden trotz mancher Schwächen von Vista respektiert werden.  Andere sind da weniger zurückhaltend mit ihrem Urteil.

"Nachdem wir schon ein Mal wegen der meist wertlosen Extras abgezockt wurden, lässt man uns bei den Upgrades außer Acht. Nur sie werden wissen, welche Gründe es dafür gibt", so Lindsey Mundy aus Denver. Sie empfindet das Vorgehen, als wenn man Salz in eine Wunde streuen würde. Wieder andere scheuen die Tatsache, dass sie bei einem Umstieg ihren Rechner neu installieren müssten.

Ein Sprecher von Microsoft gab gegenüber CNET news bekannt, dies wäre nur das erste Angebot und es würden später noch weitere folgen. Sie könnten diesbezüglich aber noch keine Details bekannt geben. Auf jeden Fall ist es sehr ungünstig, wenn Microsoft ausgerechnet die Personen bestraft, die am meisten Geld in den Konzern und ihr Produkt investiert haben. Was auch immer noch an Angeboten für die US-Kunden kommen mag: Eine erfolgreiche Kundenbindung über Jahre hinweg sieht mit Sicherheit anders aus. (Ghandy)

Grafik von Liorin, danke!

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51 Reaktionen aus dem gulli:Board

LoL_O-Mat am 05.07.2009 20:15:34:
Zitat von Wensker Es bleiben die DLLs, Registry, Disk Defragmenter & User Acount Control. Und? [url=http://board.gulli.com/showthread.php?p=11...

bathge am 16.08.2009 15:32:10:
also ich verwende vista 64 bit und kann ganz und gar nicht meckern. bei vista war das problem das vieles versprochen wurde was dann beim release nicht der fall war. das ist ja nun bei windows 7 anders :) man hat schließlich einiges anders geamcht als bei den vorgängern. @wensker und das nen ma...

pr0metheus am 16.08.2009 16:18:21:
Dann einsteigen, wenn Windows 7 schon ein Paar Monate/ Jahre auf dem Markt ist und dann ist man auch kein "bezahlender Beta-Tester" mehr. Und die Leute, die sich mit fehlenden Treibern und sonstigen Startschwierigkeits/ Kinderkrankheits Anfangsproblemen herumschlagen wollen (weil sie...

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