Genau das passiert jedoch unter gewissen Umständen, wie nun auch von MS bestätigt wurde. Ein Vista-Kunde tauschte seine Grafikkarte aus, da die bisherige Karte kein DirectX 10 beherrschte. Anschließend bekam er die Meldung, dass in drei Tagen der "Reduced Functionality Mode" aktiviert werde.
Die Reaktivierung gelang mit seinem Key - jedoch nur nach Rücksprache mit Microsoft, da der Key (vom Kunden selbst) bereits in Verwendung war. Bei der Überprüfung der Vorgänge - ein Tausch der Grafikkarte sollte keine neue Aktivierung der Vista-Installation nötig machen - stellte sich heraus, dass ein Update eines Gerätetreibers die Ursache für die Deaktivierung war - genau gesagt, der Treiber für den Festplattencontroller.
Das Problem: Vista überwacht Veränderungen an der Systemhardware. Wird Hardware über ein bestimmtes Limit hinaus ausgetauscht, verlangt das OS die erneute Freischaltung. Beim Erkennen der Hardware verlässt sich das OS jedoch auf die Informationen, die von den Gerätetreibern geliefert werden.
Was dazu führt, dass beispielsweise bei der Installation des Treibers eines Drittherstellers möglicherweise das Gerät mit einem anderen Namen bezeichnet wird und Vista schlussfolgert, dass das Gerät komplett getauscht wurde. Und die Verwendung alternativer Treiber ist gerade im Bereich Video, Festplatten oder Netzwerk durchaus gang und gäbe.
Die Schlussfolgerung: wer sich die Mühe macht und seine Treiber aktuell hält, kann öfter mit der MS-Hotline Bekanntschaft machen, als ihm lieb ist. Womit einmal mehr eine "Antipirateriemaßnahme" in ihr Gegenteil verkehrt wird - nach dem Erwerb einer legalen Lizenz kann man durch simples Wechseln von Treibern unter Piraterieverdacht kommen. Wer mit einer geknackten Ultimate-Version unterwegs ist, mag andere Probleme haben - aber dieses sicherlich nicht.
| 125 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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esco am 31.10.2007 20:33:53: |
Maledictvm am 01.11.2007 03:40:32: |
carpe noctem am 01.11.2007 06:43:26: |