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03. Juli 2008

Virgin Media Sieht keine Möglichkeiten, Filesharer abzustöpseln

In der Debatte um die Regelung, Filesharern nach wiederholtem Urheberrechtsverstoß die Leitung zu kappen, meldet sich Virgin Media erneut zu Wort. Nachdem sie eine Menge schlechte Presse bekommen haben, weil sie in Sachen Filesharing mit der Medienindustrie zusammenarbeiten, melden sie nun, dass sie "unter keinen Umständen" einen Internetanschluss trennen würden. In ihrer bisherigen Praxis haben sie lediglich Briefe mit Verwarnungen verschickt.

Der britische Tonträgerverband BPI sucht nach Möglichkeiten, das Filesharing einzudämmen. Zu diesem Zweck versucht man die Internet Service Provider (ISPs) in die Verantwortung zu nehmen. Diese sollen bei Urheberrechtsverstößen ihren Kunden die Leitung trennen.

Einige Serviceanbieter verschließen sich diesem Vorschlag komplett, andere haben ein offenes Ohr für die Belange der Medienindustrie, allen voran Virgin Media. Sie haben Briefe an die Inhaber von Internetanschlüssen zustellen lassen, die als Filesharer "verdächtig" erscheinen.

Die Aktion mit den Briefen soll eine belehrende Wirkung haben. Asam Ahmad von Virgin äußert sich dazu: "Wir können nicht wissen, ob die Inhaber des Anschlusses mit den entgegengebrachten Vorwürfen irgendetwas zu tun haben." So könnte auch Fremdnutzung, zum Beispiel über Nutzung von Accesspoints durch Nachbarn, zu den Vorwürfen geführt haben. Die Inhaber der Anschlüsse jedoch sollen darüber belehrt werden, dass es zu einer Virgin, Media, Plattenfirma, Labelmissbräuchlichen Nutzung ihrer Leitung gekommen ist. "Unter keinen Umständen", so behauptet Virgin Media, würden sie private Nutzerdaten an Dritte weitergeben.

( via TorrentFreak )

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