gulli: Virenforschung: IM-Attacken werden immer ausgefeilter

Anzeige

gulli:Newsbox

31. Oktober 2008

Virenforschung IM-Attacken werden immer ausgefeilter

"Akonix", ein auf Messaging-Security spezialisierter Anbieter, fand heraus, dass Angriffe auf die beliebten Instant Messaging-Systeme (IM) immer raffinierter werden.

Akonix' IM Security Center meldete beispielsweise allein im Januar 14 neue Schadcodeattacken auf IM-Systeme. Vergleichsweise betrachtet Akonix die absolute Anzahl der in diesem Monat auf IM-Anwender losgelassenen Angriffe als vergleichsweise gering, dafür jedoch als deutlich raffinierter und gezielter.

IM-Attacken haben, nach Akonix, in den vergangenen Monaten enorm zugelegt. So meldete Akonix im Juli 2007, dass die Zahl der auf IM-Anwender gerichteten Bedrohungen in den vorherigen zwölf Monaten um 78 Prozent gestiegen sei.

Zu den neuen IM-Schädlingen im Januar zählten den Experten zufolge "MSNChristmas", "MSNVB", "Raiodin" und "Perin". Letzterer, so Akonix, einer der ausgefeiltesten in der aktuellen Malwarefamilie, soll sich über einen Link auf Kontakte in MSN- oder AIM-Netzen verbreiten und eine Backdoor auf den infizierten Rechnern öffnen. Laut Don Montgomery, Vizemarketingpräsident bei Akonix, sind im vergangenen Jahr mehrstufige IM-Attacken beobachtet worden, bei denen Schadcode auf die Opfersysteme geschleust wurden, welche anschließend weitere Malware nachlädt. Weiterhin sprach Montgomery von einem Trend, bei dem Angriffe in einem zweiten Schritt einen anderen Trojaner herunterladen, welcher darauf abziehlt und wartet, dass der Nutzer sich auf einer bestimmten Bankenseite einloggt, um dann einen Keylogger zu aktivieren.

Aber auch Attacken über Peer-to-Peer-Netzwerke wie Kazaa und eDonkey nehmen offenbar weiter zu - im Januar sollen in diesem Bereich ebenfalls 14 neuartige IM-Virus, Miranda IM, Pidgin, MSN, AIMAngriffe zu beobachten gewesen sein.

Abhilfe schafft sich der User nur damit, dass er sein System auf dem aktuellsten Stand hält und Links sowie Programmen jederzeit kritisch gegenüber steht. So empfiehlt es sich ein Multimessagerprogramm, wie Miranda IM oder Pidgin zu benutzen, anstatt der offiziellen Clients zu jedem Protokoll. Alternativ dazu wäre es ebenfalls eine gute Idee, offene, freie sowie sichere Protokolle, wie beispielsweise Jabber zu nutzen. (_Benny_)

(via Computerwoche, thx!)

(Bildquelle: Comandantina Dusilova, thx!)

  • Zitat: Zitat von gullinews  "Akonix", ein auf Messaging-Security spezialisierter Anbieter, fand heraus, dass Anfrigge auf die beliebten Instant Messaging-Systeme (IM) immer raffinierter werden. Anfrigge oder Angriffe?

  • Zitat: Zitat von Fomra  Anfrigge oder Angriffe? Habe ich mich auch grade gefragt... Aber wer eh so dumm ist, irgendwelche Links oder .exe Dateien annimmt, hat es auch nicht anders verdient.

  • @Fomra: thx!!!

  • Zitat: Zitat von gullinews  Alternativ dazu wäre es ebenfalls eine gute Idee, offene, freie sowie sichere Protokolle, wie beispielsweise Jabber zu nutzen. versuch mal all die anderen kontakte davon zu überzeugen das icq und co nicht das beste ist. ich persönlich nutzte jabber, aber was bringts wenn kein anderer meiner kontakte es nutzt

  • © copyright 1998-2009 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | partner | downloads |