gulli: Virenbaukästen und Toolkits für Cybercrime: Die Skriptkiddies machen die Preise kaputt
18. Oktober 2007

Virenbaukästen und Toolkits für Cybercrime Die Skriptkiddies machen die Preise kaputt

Bis zu 13.000 Dollar läßt sich Elcomsoft ihre Hackersuite zum Security-Test kosten, die meisten Kits kursieren jedoch kostenlos im Netz. Nun werden die Cybercrime-Kits einsteigerfreundlich - und gehandelte Ware. Über 700 Euro wird gelegentlich für ein Tool wie MPack verlangt: dazu gibts dann aber auch Support und Updates vom Hersteller.

Viren, Hackertools und Cybercrime-Toolkits zunehmend verbreitetIn die Zehntausende geht die Zahl der Kits, die meist frei von den einschlägigen Sites geladen werden können. Ein wenig Ahnung musste man für die Bedienung in der Regel immer mitbringen, dass die Quellen meist auch selbst Viren- und Trojanerschleudern sind, kam erschwerend dazu. Nun werden Tools wie Mpack, Shark 2, Nuclear, WebAttacker oder IcePack offenbar bequemer und leichter bedienbar. Das lassen sich die Entwickler aber auch gelegentlich etwas kosten.

Die hochpreisigsten Angebote kommen nun gelegentlich bereits mit einem Jahr Support und Updates für neuentdeckte Sicherheitslücken. Und werden damit offenbar auch zum Mittel der Wahl für technisch wenig kompetente Möchtegern-Kriminelle. Da immer noch oft viel Zeit zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und dem Patchen vergehen (und noch mehr, bis verfügbare Patches von den Usern eingespielt werden), bewähren sich die Kits in der Regel durchaus.

Entsprechend konstatiert externer Link in neuem Fenster folgtdarknet, dass einmal mehr die Anstrengungen erhöht werden müssen, Systeme abzusichern und sicher zu halten. Denn in Zukunft könnten neben den Skriptkiddies auch noch reine Klickkiddies und Mausschubser durchaus gefährliche Werkzeuge in die Finger bekommen. Etwas externer Link in neuem Fenster folgtbilliger wie bei Elcomsoft.

Und nebenbei bemerkt: trotz Hackertool-Verbot, selbstverständlich.

  • 6 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: ich finde es traurig, dass es möchtegernhackern inzwischen so einfach gemacht wird. Ich finde es vor allem erschreckend, wie wenig die Allgemeinheit über diese "virtuellen" Schwachstellen informiert ist und sich nicht oder nur wenig zielführend mit Internet-"Security"-Suites schützt, während die eigentlichen Sicherheitslücken weiterhin existieren. Das ist ja so, als wenn man wegen ...

    aNtiCHrist am 18.10.2007 17:00
  • Die wirklich heissen exploits werden nicht verkauft. Mpack und Co. benutzen nur "Trash", der bei einem geupdateten System, dessen Nutzer die grundlegenden Sicherheitspraktiken beherrscht nichts anrichten können. Zitat: ich finde es traurig, dass es möchtegernhackern inzwischen so einfach gemacht wird. Inzwischen? Die ersten Virenkits hatte ich vor über 10 Jahren gesehen. Daran ist garnix neu, ...

    samjatin am 18.10.2007 17:07
  • Zitat: Etwas billiger als bei Elcomsoft. Danke

  • Interessant das bei elcomsoft.com gleich auf der Startseite "Microsoft Gold Certified Partner" steht...Ein schelm...

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