Schon im April 2005 sagte die finnische Firma Viralg das Ende des nicht autorisierten Filesharings voraus. Bis zu 99 % könne man den illegalen Austausch von Dateien eindämmen. Mehr als zwei Jahre später werden nach wie vor Inhalte ohne registrierbare Probleme ausgetauscht. Von einer nahezu kompletten Blockade der Peer-To-Peer-Netzwerke innerhalb oder außerhalb der finnischen Landesgrenzen kann keine Rede sein. Jetzt dreht man bei Viralg den Spieß um und bietet anstatt den Rechteinhabern den Filesharern ihre Patente zum Kauf an.
TorrentFreak erkundigte man sich, ob vielleicht jemand aus der "p2p related community" ihre Patente erwerben möchte? Offensichtlich glaubt man in Helsinki noch immer daran oder möchte zumindest den Eindruck erwecken, man hätte tatsächlich das Monopol auf eine spürbare Eindämmung des Filesharings inne. Und wenn jetzt auch bei der zweiten
Auktion bei Ebay die Rechteinhaber sehr zurückhaltend reagiert haben, was nicht weiter überrascht - vielleicht möchte sich ja jemand von der "dunklen Seite der Macht" gegen den Einsatz ihrer Anti-P2P-Technologie schützen? Stellt sich nur die Frage warum man Geld in Patente, respektive in eine Technik investieren sollte, die überhaupt nicht funktioniert?
Unternehmenspraktiken gab es in der Vergangenheit mehr als genug.