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04. April 2007

Virale Nine Inch Nails-Kampagne Nachträge zu Reznor, Universal und verklagten Fans

Eine Quelle aus dem Umfeld von NIN-Mastermind Trent Reznor verriet einige Details zum Spiel um das erscheinende "Year Zero" - Album von Nine Inch Nails. Teilnehmer der viralen Kampagne zum Album wurden nicht nur in Deutschland abgemahnt, auch in den USA verschickte die RIAA Takedown-Forderungen.

Die Empörung war groß, als Jeriko One in Deutschland im Auftrag Universals externer Link in neuem Fenster folgtabgemahnt wurde, weil er einen der von Reznor geleakten Tracks auf seine Blog stellte. Nach externer Link in neuem Fenster folgteinigen Klärungen folgte die gütliche Einigung: die Abmahnung wurde zurückgezogen, externer Link in neuem Fenster folgtstatt Kosten gabs Konzertkarten für den Blogger. Dessen Fall nicht der einzige war: auch in den USA bekamen Fans Post. Absender: die RIAA.

Mehrere Seitenbetreiber wurden von der RIAA laut externer Link in neuem Fenster folgtReuters dazu aufgefordert, die vom Meister selbst geleakten Tracks von ihren Seiten zu nehmen. Auf Nachfrage bestätigte die RIAA das Vorgehen, mit dem sie den von ihr angeblich vertretenen Künstlern die Werbekampagnen sabotiert.

Wobei laut der ungenannten, Reznor nahe stehenden Quelle der Begriff der Werbekampagne zu kurz greift. Größeres sei von der bereits jetzt schon perfekt aufgezogenen, dystopisch-paranoiden On- und Offlineinszenierung um "Year Zero" noch zu erwarten.

"Das CD-Booklet wird lebendig werden. Es geht dem Konzeptalbum und der Tour voraus. Und es wird die nächsten 18 Monate weitergehen, mit Tälern und Höhepunkten."

So die Quelle, nach der es sich bei den Geschehnissen um "Year Zero" nach Reznors Plänen nicht um eine Kampagne für sein Album handele, sondern um eine völlig neue Form der Unterhaltung. Die gesamte Story sei noch niemandem bekannt und sie werde mit den neuen Medien live mitkonstruiert.

The Presence im Spektrogramm eines geleakten Tracks des kommenden NIN-Albums Year Zero

Die geleakten Tracks sind der Quelle zufolge alle von Reznor selbst platziert worden. Songs der kommenden LP fanden sich nach NIN-Konzerten auf USB-Sticks. Mehrere Webseiten wurden durch versteckte Hinweise auf Tour-Shirts entdeckt. Um die Kampagne, die keine bleiben soll, hat sich eine enthusiastische Fanschar gebildet, die begeistert die Puzzlestücke zusammensetzt und neue entdeckt.

Das komplette Album fand bisher nicht seinen Weg ins Netz - erstaunlich, steht der Releasetermin bereits seit längerem fest. Ein Indiz mehr, dass das bisher geleakte Material gezielt gestreut wurde - um eine neue Form der Vereinigung von Musik, Message, Spiel und Wirklichkeit zu erzeugen.

Ein begeisterndes Konzept für zahllose Fans - nun sollte bloß die Industrie noch lernen, die Innovationen ihrer Künstler nicht mit Klagen und Takedown-Forderungen zu sabotieren.

  • http://www.philreeve.com/images/aphex.jpg Was das fürn Programm?

  • /edit.

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